Mercedes feiert Doppel-Pole in Suzuka: Antonelli startet von Position 1
Bei der Qualifikation für den Großen Preis von Japan in Suzuka hat das Mercedes-Team erneut seine Überlegenheit unter Beweis gestellt. Die Silberpfeile sicherten sich souverän die Doppel-Pole-Position für das Rennen am Sonntag. Der erst 19-jährige Kimi Antonelli wird von der vordersten Startposition aus ins Rennen gehen und damit die beste Ausgangslage für einen möglichen Sieg haben.
Probleme bei Mercedes: Russell kämpft mit der Technik
Doch der Nachmittag verlief für Mercedes nicht völlig problemfrei. Vor allem George Russell hatte mit technischen Schwierigkeiten zu kämpfen. Der 28-jährige Brite äußerte sich nach der Qualifikation frustriert: „Es kann nicht sein, dass wir so viel Geschwindigkeit verlieren.“ Ein schimpfender Mercedes-Pilot war in dieser Saison bisher nicht zu erleben gewesen.
Dank dieser technischen Probleme bei Mercedes konnte die Konkurrenz kurzzeitig Hoffnung schöpfen. Sowohl Ferrari als auch McLaren kamen in der zweiten Qualifikationsphase (Q2) den Silberpfeilen gefährlich nahe. Besonders bemerkenswert: Das McLaren-Team hatte vor dem dritten Training noch Probleme am Wagen von Lando Norris gemeldet, konnte aber mit den Plätzen 3 (Oscar Piastri) und 5 (Lando Norris) eine weitere Katastrophe verhindern.
Ferrari verpasst Chance: Leclercs Fehler im zweiten Sektor
Charles Leclerc von Ferrari hatte in der dritten Qualifikationsphase (Q3) die Möglichkeit, in die erste Startreihe vorzustoßen. Doch der Monegasse verbockte seine schnelle Runde im zweiten Sektor und musste sich mit einem hinteren Platz zufriedengeben. Die Enttäuschung im Ferrari-Lager war entsprechend groß.
Red Bull in der Krise: Verstappens nächster Tiefpunkt
Während Mercedes triumphierte, herrschte bei Red Bull lange Gesichter. Zwar schaffte es Isack Hadjar auf einen respektablen achten Platz, doch der vierfache Weltmeister Max Verstappen scheiterte bereits in Q2. Der Niederländer muss das Rennen von Position 11 aus starten – ein weiterer Tiefpunkt in einer bisher frustrierenden Saison für den einstigen Dominator der Formel 1.
Besonders bitter für Verstappen: Ausgerechnet der 18-jährige Rookie Arvid Lindblad im Racing Bull warf den Holländer in letzter Sekunde aus der Qualifikation. Die Kuriosität wird noch größer, wenn man bedenkt, dass Verstappen in den vergangenen zwei Jahren nur ein einziges Mal von einem Teamkollegen geschlagen wurde (Sergio Pérez im Jahr 2024). Isack Hadjar gelang dies in dieser Saison bereits zum zweiten Mal.
Hülkenbergs Pech: Deutsche startet von Platz 13
Auch für Nico Hülkenberg verlief die Qualifikation enttäuschend. Während seine beiden Audi-Teamkollegen in Q1 die Plätze 6 und 7 erreichten, ging dem Deutschen bei seiner letzten schnellen Runde in Q2 die Luft aus. Während sein Teamkollege noch in Q3 rasen konnte, flog Hülkenberg vorzeitig aus der Qualifikation und startet nun von Position 13.
Bei Sky kommentierte Hülkenberg seine Leistung: „Ich habe keine saubere Runde hinbekommen. Da das Feld recht eng ist, machen kleine Fehler sofort einen großen Unterschied.“ Die enge Konkurrenz in der Formel 1 lässt eben kaum Raum für Unachtsamkeiten.
Ausblick auf das Rennen: Mercedes mit klarem Vorteil
Mit der Doppel-Pole-Position hat Mercedes die ideale Ausgangslage für den Großen Preis von Japan geschaffen. Kimi Antonelli wird von der Pole-Position aus versuchen, seinen ersten Saisonsieg einzufahren. Die Konkurrenz – insbesondere Ferrari und McLaren – wird versuchen, die technischen Probleme von George Russell auszunutzen, um an den Silberpfeilen vorbeizuziehen.
Für Max Verstappen und Red Bull wird das Rennen zur Mammutaufgabe. Von Position 11 aus muss der Niederländer einen kraftvollen Aufholjagd starten, um noch Punkte zu ergattern. Die bisherige Saison entwickelt sich für den vierfachen Weltmeister zunehmend zur Enttäuschung.
Das Rennen am Sonntag verspricht spannend zu werden – nicht nur wegen der Mercedes-Dominanz, sondern auch wegen der zahlreichen Duette im Mittelfeld, wo kleine Fehler über Sieg und Niederlage entscheiden können.



