Mick Schumachers frustrierender Neustart in der IndyCar-Welt
Mick Schumacher kennt sich mit Rückschlägen aus. Seine Premierensaison in der IndyCar-Serie bereitet dem 27-jährigen Deutschen jedoch besonders viele frustrierende Momente. Nach vier Rennen belegt der Sohn des Formel-1-Rekordweltmeisters Michael Schumacher im Gesamtklassement sogar den letzten Platz. Der frühere Formel-1-Fahrer muss sich nun in der neuen Umgebung bewähren und will sich wieder nach oben arbeiten.
Die aktuelle Situation: Rennpause und letzter Platz
Aktuell hat Mick Schumacher drei Wochen Rennpause, bevor es am 19. April in Long Beach, Kalifornien, weitergeht. Beim letzten Rennen im Barber Motorsports Park bei Birmingham, Alabama, erreichte er nur Platz 24. Diese Ergebnisse müssen erst einmal sacken, wie der Fahrer selbst zugibt. Die neue Serie bedeutet für Schumacher, dass er viele Dinge zum ersten Mal lernt und zahlreiche Informationen sammeln muss.
Umgang mit Druck und Erwartungen
„Druck war schon immer Teil meiner Karriere und meines Racings“, erklärte Mick Schumacher bereits vor seinem letzten Rennen über 90 Runden. „Für mich fühlt es sich so an, als ob ich mit wachsendem Druck noch besser werde“, fügte er hinzu. Wer mit dem zentnerschweren Nachnamen Schumacher aufwächst, kennt sich mit XXL-Erwartungen aus – besonders in der Motorsportwelt. Rückschläge waren dabei stets eingerechnet.
Der Weg in die IndyCar-Serie
Der große Traum von Mick Schumacher war es immer, seinem Vater Michael nachzueifern und in die Königsklasse des Motorsports vorzustoßen. Von 2021 bis 2022 war er Stammpilot beim Formel-1-Team Haas, ehe er vor die Tür gesetzt wurde. Nach einem Jahr als Ersatzfahrer bei Mercedes und zwei Jahren für Alpine in der Langstrecken-WM entschied sich Schumacher für den Neustart in den USA beim Rennstall Rahal Letterman Lanigan Racing (RLL).
Herausforderungen und erste Erfahrungen
Die Welt der IndyCar-Serie unterscheidet sich deutlich von der durchgetakteten Formel 1. „Das erste Mal in der Startaufstellung war so ganz anders“, erinnerte sich Schumacher an sein Debüt in St. Petersburg, Florida, wo er nach einem unverschuldeten Auffahrunfall bereits in der ersten Runde ausschied. Nur eine Woche später zeigte er bei seinem Oval-Debüt auf dem Phoenix Raceway mit Platz vier in der Qualifikation herausragende Leistungen, doch im Rennen streikte bei einem Boxenstopp der Schlagschrauber – am Ende nur Platz 18.
Lob von IndyCar-Legende Bobby Rahal
Trotz der schwierigen Startphase erhält Schumacher Unterstützung von seinem Teamchef. „Er hat schon verheißungsvolle Ansätze gezeigt für jemanden, der noch nie in dieser Serie gefahren ist“, lobte ihn IndyCar-Legende Bobby Rahal. Ein neues Auto, unbekannte Rennstrecken und ein anderer Fahrstil verlangen einem Rookie viel ab, auch wenn sich Schumacher nicht als absoluten Neuling sieht.
Zukunftsaussichten und persönliche Ziele
Mick Schumacher setzt auf den Faktor Zeit, damit in seinem Cockpit die Automatismen greifen. „Das Wichtigste ist, dass ich mich immer wohler fühle, wenn ich ins Auto steige“, betonte der Fahrer. Die Dinge sollen sich natürlich und mühelos anfühlen, damit er nicht groß über seine Handlungen nachdenken muss, sondern sich auf das konzentrieren kann, was nötig ist, um schneller zu fahren. In Kalifornien in drei Wochen soll es für ihn bereits besser laufen.



