Peeneradler Demmin: Zwei Jahrzehnte voller Radabenteuer und Gemeinschaft
Seit genau zwanzig Jahren rollen die Senioren der Interessengruppe Peeneradler durch die malerischen Landschaften Mecklenburg-Vorpommerns. Unter der Leitung von Irene Berndt genießen die 24 aktiven Radler nicht nur die Schönheiten der Natur, sondern erkunden auch touristische Sehenswürdigkeiten der Region. In den vergangenen zwei Jahrzehnten haben sie neben unzähligen Tagestouren beeindruckende 38 Mehrtagesreisen durch Norddeutschland unternommen und dabei unvergessliche Erinnerungen gesammelt.
Vom Sportverein zur eigenständigen Radlergruppe
Die Wurzeln der Peeneradler liegen im ehemaligen Sportverein Medizin Demmin. Nachdem Rudi Bobzin seine Tätigkeit beendete, entschieden sich die passionierten Radsportfreunde, weiterzufahren. „Wir benannten uns in Peeneradler um und erlebten in den letzten 20 Jahren wunderschöne gemeinsame Stunden“, blickt Irene Berndt zurück. Sie betont, dass jeder in dieser Zeit persönliche Herausforderungen zu meistern hatte, doch die Vorfreude auf die nächste Tour blieb stets ungebrochen.
Zu den Highlights zählen anspruchsvolle Touren mit Streckenlängen von über 50 Kilometern. Besonders beliebt sind die gründlich vorbereiteten Mehrtagesfahrten, bei denen die geselligen Abende mit intensivem Austausch im Mittelpunkt stehen. Während der Fahrt herrscht meist konzentriertes Schweigen, doch am Ende des Tages wird lebhaft erzählt und gelacht.
Unvergessliche Momente und gastfreundliche Begegnungen
Die Peeneradler schwärmen noch heute von einer malerischen Schlössertour durch Brook, Wietzow und das idyllische Tollensetal. Auch eine Rastpause auf der romantischen Mirower Liebesinsel bleibt in bester Erinnerung. Um auch abseits der einheimischen Radwege aktiv zu werden, reist die Gruppe mit privaten PKW an, die mit praktischen Fahrradträgern ausgestattet sind.
Ein absoluter Höhepunkt war eine Reise durch Südvorpommern Richtung Stolpe auf Usedom. „Wir kamen an wie die begossenen Pudel“, erinnert sich Irene Berndt an einen unerwarteten Regenschauer. Doch die Gastfreundschaft vor Ort entschädigte reichlich: köstliche Waffeln, Eis mit heißen Kirschen und raffinierte geräucherte Fischgerichte verwandelten den nassen Tag in ein kulinarisches Erlebnis.
Teamgeist und technische Unterstützung
Horst Feseler sorgt als unermüdlicher Pannenhelfer auf allen Touren für funktionstüchtige Fahrräder. „Horst schwimmt regelrecht im Reparaturschaum. Er hat schon etliche platte Reifen repariert“, berichten begeisterte Teilnehmer. Birgit Siering hebt hervor: „Die Hilfsbereitschaft zeichnet unsere gesamte Truppe aus.“ Klaus Spieker organisiert bereits seit vielen Jahren zuverlässig die Routenplanung und Logistik.
Neue Saison mit bewährten Traditionen
Die Drahtesel und E-Bikes der Peeneradler werden auch in diesem Jahr wieder voll beansprucht. Die Saison startet am 15. April mit dem traditionellen Anradeln am Hanseufer in Demmin. Für die folgenden Tagestouren wurden bereits verantwortliche Organisatoren benannt. Vom 18. bis 31. Mai steht die jährliche Mehrtagesfahrt auf der reizvollen Insel Poel auf dem Programm. Bis zum feierlichen Abradeln am 14. Oktober sind weitere Tagestouren geplant.
Für die engagierten Radsportfreunde gilt nach wie vor das Motto: „Der Weg ist das Ziel.“ Neueinsteiger mit Lust auf gemeinsames Radeln in geselliger Runde sind jederzeit herzlich willkommen, sich der erfahrenen Gruppe anzuschließen und Teil dieser besonderen Gemeinschaft zu werden.



