Rostocker Turmspringer fordern internationale Konkurrenz in Kanada heraus
Nach erfolgreichen Auftritten bei den Hungarian Diving Open bereitet sich das Trio des Wasserspringerclubs Rostock (WSC) auf den nächsten internationalen Höhepunkt vor. Vom 9. bis 12. April 2026 werden Emily Steinhagen, Ole Rösler und Espen Prenzyna den Deutschen Schwimm-Verband beim 2026 Canada Cup of Diving in Windsor vertreten. Das vom Weltverband World Aquatics anerkannte Event verspricht spannende Wettkämpfe auf höchstem Niveau.
Starke Konkurrenz aus aller Welt erwartet
Die Rostocker Springer treffen in Kanada auf eine herausragende internationale Konkurrenz. Neben den gastgebenden Kanadiern haben sich Elite-Athleten aus China, Australien, den USA und Großbritannien für den Wettbewerb angemeldet. Bundesstützpunkttrainer Michail Sachiasvili betont: „Meine Springer werden auf Herz und Nieren geprüft.“ Die hohe Teilnehmerqualität unterstreicht die Bedeutung des Canada Cup als wichtigen Schritt in der Wettkampfvorbereitung.
Emily Steinhagens internationales Debüt
Für Emily Steinhagen bedeutet der Wettkampf in Windsor eine besondere Premiere. Die Rostockerin bestreitet ihren ersten internationalen Wettkampf im ehemaligen Grand Prix des Weltverbandes. „Es ist leider verflixt. Nach Budapest hatte ich mir einen Infekt zugezogen – Trainingsausfall. Ich werde aber versuchen, mein Bestes zu geben“, erklärt die Kunstspringerin, die vom Drei-Meter-Brett antreten wird. Trotz der gesundheitlichen Rückschläge zeigt sich Steinhagen motiviert für ihren Einstand auf internationaler Bühne.
Rösler und Prenzyna erhöhen den Schwierigkeitsgrad
Während Steinhagen ihr Debüt feiert, setzen ihre männlichen Teamkollegen auf eine strategische Steigerung der Schwierigkeit. Ole Rösler und Espen Prenzyna starten sowohl als Einzelspringer als auch im Synchronwettbewerb vom Zehn-Meter-Turm. Nachdem sie bereits beim Internationalen Springertag Rostock auf ihrer Heimschanze debütiert hatten, planen sie nun beim Canada Cup eine anspruchsvollere Sprungserie.
Im Mittelpunkt steht dabei der viereinhalb Vorwärtssalto (109c) in gehockter Ausführung. Diese Entscheidung hat einen klaren sportlichen Hintergrund: Die nationale Konkurrenz um Luis Avila Sanchez und Jaden Eikermann aus Berlin und Aachen verfügt über einen höheren Multiplikator bei der Wertung. Um sich für internationale Meisterschaften und die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles zu qualifizieren, müssen die Rostocker diese Konkurrenten übertrumpfen.
Ole Rösler macht deutlich: „Der 109 wird in Kanada gezeigt.“ Die frühe Präsentation dieses schwierigen Elements soll den Weg für spätere Erfolge ebnen und demonstrieren, dass das Rostocker Duo bereit ist, sich mit der Weltspitze zu messen. Der Canada Cup dient damit nicht nur als Wettkampf, sondern als wichtiger Test für die weitere Karriereplanung.
Langfristige Perspektiven im Blick
Die Teilnahme am Canada Cup of Diving ist für das Rostocker Trio mehr als nur ein isolierter Wettkampf. Sie stellt einen wichtigen Baustein in der langfristigen Vorbereitung auf internationale Höhepunkte dar. Besonders für Rösler und Prenzyna geht es darum, sich im nationalen Vergleich zu positionieren und die Weichen für mögliche Olympiateilnahmen zu stellen.
Die Entscheidung, bereits jetzt mit erhöhtem Schwierigkeitsgrad anzutreten, zeigt das strategische Vorgehen des gesamten Teams. Durch frühe Erfahrungen mit anspruchsvollen Elementen unter Wettkampfbedingungen wollen sich die Athleten optimal auf kommende Herausforderungen vorbereiten. Der Canada Cup bietet dafür die ideale Plattform gegen weltweit führende Springer.



