Interview mit BMW Open Turnierchef Patrik Kühnen: Zverev als Top-Favorit und Herausforderungen des Aufstiegs
Vor dem Start der BMW Open am Aumeisterweg im Englischen Garten spricht Turnierchef Patrik Kühnen im exklusiven Interview über die zweite Auflage als 500er-Turnier, die damit verbundenen Chancen und das hochkarätige Teilnehmerfeld. Kühnen, der seit 2008 als Turnierdirektor fungiert, verrät seine Einschätzungen und Vorfreude auf das Event.
Vorfreude und Veränderungen durch den Aufstieg zum 500er-Turnier
Patrik Kühnen äußert eine überwältigende Vorfreude auf die BMW Open, die er auf einer Skala von 1 bis 100 mit 110 bewertet. Er betont, dass Spielerfeld, Anlage und Wetter optimal vorbereitet sind. Seit dem vergangenen Jahr haben sich die BMW Open von einem 250er- zu einem 500er-Turnier entwickelt, was mehr Weltranglistenpunkte und höheres Preisgeld für die Top-Spieler bedeutet. Kühnen erklärt, dass sein Job als Turnierdirektor im Großen und Ganzen gleich geblieben ist, mit unveränderten Partnerschaften und einer professionellen Team-Arbeit mit den Veranstaltern MMP Event und dem MTTC Iphitos. Allerdings ist der Umfang der Aufgaben umfangreicher geworden, was er als positive Weiterentwicklung sieht, die auf starken Säulen der Partnerschaft basiert.
Hochkarätiges Teilnehmerfeld und Favoriten
Kühnen hebt hervor, dass das aktuelle Line-Up der BMW Open grandios ist, mit vielen potenziellen Turniersiegern. Trotz Absagen von Weltranglisten-Siebter Taylor Fritz und Sebastian Korda aufgrund von Verletzungen, ist das Feld stark besetzt. Alexander Zverev wird von Kühnen als Top-Favorit genannt, aber auch Spieler wie Ben Shelton, Alexander Bublik, Flavio Cobolli, Jakub Mensik, Joao Fonseca und Stefano Tsitsipas sind gemeldet. Diese Namen tragen zur Storyline und Identität des Turniers bei, ähnlich wie früher Zverev, Caspar Ruud oder Holger Rune. Kühnen freut sich über die gestiegene Attraktivität, die es ermöglicht, Matches zu sehen, die sonst bei Grand Slams erst in späteren Runden auftreten.
Einschätzung zu Alexander Zverev und deutschen Spielern
Kühnen beschreibt Zverevs jüngste Leistungen als deutlich positiv, mit verbesserter Platzposition und starkem Aufschlag, der im Schnitt über 70 Prozent erste Aufschläge erreicht. Er sieht Zverev als den Spieler, der am nächsten an Carlos Alcaraz und Jannik Sinner herankommt, und betont seine Beständigkeit im letzten Jahr. Zudem erwähnt Kühnen, dass zwei Wildcards für das Hauptfeld an Yannick Hanfmann und Jan-Lennard Struff vergeben wurden, der vor zwei Jahren hier im Finale Taylor Fritz besiegte. Er betont die Bedeutung deutscher Spieler für das Turnier und gibt an, dass vereinzelte Restkarten noch verfügbar sind, insbesondere für das Wochenende und unter der Woche.



