Historischer Absturz: DTB-Frauen stürzen im Billie Jean King Cup in Drittklassigkeit ab
DTB-Frauen steigen im Billie Jean King Cup historisch ab

Historischer Tiefpunkt für deutschen Damentennis

Das junge Team des Deutschen Tennis Bundes (DTB) hat im Billie Jean King Cup einen historischen Tiefpunkt erreicht. Im portugiesischen Oeiras unterlag die Auswahl von Teamchef Torben Beltz im entscheidenden Playdown dem Außenseiter Litauen mit 1:2 und stürzte damit erstmals in der Geschichte des prestigeträchtigen Nationenwettbewerbs in die Drittklassigkeit ab.

Nervenspiel ohne Happy End

Das Duell um den Klassenerhalt entwickelte sich für die unerfahrenen DTB-Spielerinnen zu einem wahren Nervenspiel ohne positives Ergebnis. Nach dem bereits im Vorjahr erlittenen Abstieg aus der Weltgruppe bedeutet diese Niederlage den weiteren Absturz in die Regionalgruppe II – und das innerhalb von nur sechs Monaten.

Auf dem unscheinbaren Außenplatz der Tennisanlage westlich von Lissabon zeigte Noma Noha Akugue im ersten Einzel gegen Andre Lukosiute (Weltranglisten-597.) zwar kämpferische Qualitäten, musste aber mit 6:4, 6:4 teils gehörige Nerven beweisen. „Es war sehr windig“, erklärte die 22-Jährige nach dem Match, „ich habe einfach versucht, irgendwie den Ball reinzuspielen und die Situation zu akzeptieren.“

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Verpasste Chancen und dramatisches Finale

Die Chance auf die Vorentscheidung vergab anschließend Ella Seidel, die in Abwesenheit der verletzten Eva Lys als Deutschlands Nummer eins antrat. Nach einem Traumstart mit 6:1 gegen Justina Mikulskyte folgte ein kompletter Einbruch, der in einer 3:6, 2:6-Niederlage mündete.

Im abschließenden Doppel wollte die Trendwende dann nicht mehr gelingen. Noha Akugue und Nastasja Schunk unterlagen Lukosiute und Mikulskyte trotz gewonnenem ersten Satz mit 7:5, 3:6, 8:10 – der Match-Tiebreak im dritten Satz brachte die endgültige Entscheidung.

GAU für deutschen Tennis

Für das DTB-Team kommt diese Niederlage gegen das als Tennis-Entwicklungsland geltende Litauen einem GAU gleich. Bereits in den vergangenen Tagen hatte die Mannschaft mehrere Enttäuschungen erlebt, nachdem das ursprünglich formulierte Wiederaufstiegsziel durch Niederlagen gegen Portugal und Schweden schnell Makulatur geworden war.

Der Weg zurück in die Spitze des Wettbewerbs erscheint weiter denn je. Dabei hatte der DTB in der Ära von Steffi Graf den damaligen Fed Cup noch zweimal gewonnen (1987 und 1992). Die aktuelle Niederlage markiert einen historischen Tiefpunkt, der die deutsche Tennislandschaft nachhaltig erschüttern dürfte.

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