Eisenbichler kritisiert Kobayashi nach Disqualifikation: Skilängen-Debatte in Vikersund
Eisenbichler kritisiert Kobayashi nach Skiflug-DSQ

Skisprung-Ass Ryoyu Kobayashi in Vikersund disqualifiziert – Eisenbichler übt deutliche Kritik

Der japanische Skisprung-Star Ryoyu Kobayashi erlebte beim Skifliegen in Vikersund einen abrupten Wettkampfabbruch. Nach einem Sprung auf 221 Meter, der ihn im erweiterten Spitzenfeld platziert hätte, wurde der Olympiasieger von 2022 noch vor dem zweiten Durchgang disqualifiziert. Der offizielle Grund: Kobayashi hatte die erlaubte Skilänge um genau einen Zentimeter überschritten.

Gewichtsproblem als Ursache für die Regelverletzung

Die Disqualifikation resultierte aus einem Gewichtsproblem des Athleten. Kobayashi war für seine vorgesehenen Sprungski schlichtweg zu leicht, was die Einhaltung der Skilängenvorgaben unmöglich machte. Ein ähnlicher Fall hatte bereits zwei Wochen zuvor den slowenischen Springer Domen Prevc betroffen.

Eurosport-Experte Werner Schuster kommentierte die Situation mit Verständnis: „Er nimmt es mit einem Lächeln hier. In dieser Saison hat nicht alles funktioniert“, sagte Schuster, als Kobayashi mit gepackten Taschen das Schanzen-Areal verließ.

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Kontroverse Meinungen unter den Experten

Kommentator Gerhard Leinauer verwies auf kulturelle Unterschiede: „Es ist gegen die japanische Mentalität. Eine Disqualifikation ist ihnen immer richtig peinlich“. Er wollte dem Skisprung-Ass jedoch keine Vorwürfe machen: „Er weiß, da kann er nichts dafür. Er war zu leicht, da passt die Skilänge nicht mehr. Das ist bitter. Ein Schluck Wasser mehr“.

Markus Eisenbichler, der ebenfalls als Experte im Einsatz war, widersprach dieser Einschätzung deutlich: „Da kann man was dafür. Ich habe immer vor dem Sprung kontrolliert, ob das Gewicht passt. Das, was man beeinflussen kann, muss man beachten“, kritisierte der Weltmeister von 2019.

Leinauer schloss sich teilweise dieser Kritik an: „Ja, er nimmt das manchmal ein bisschen zu cool mit Sonnenbrille und Mütze“.

Gesamtsituation bleibt für Kobayashi positiv

Trotz der Disqualifikation bleibt die Gesamtsituation für Ryoyu Kobayashi weiterhin komfortabel. Mit 1173 Punkten belegt er in der Weltcup-Gesamtwertung weiterhin Platz zwei und behält einen deutlichen Vorsprung auf die Verfolger Daniel Tschofenig, Ren Nikaido und Philipp Raimund, die in Vikersund ebenfalls nicht unter den Besten platziert waren.

Der Sieg in Vikersund ging überraschend an den Österreicher Stephan Embacher, der damit seinen ersten Weltcup-Erfolg überhaupt feiern konnte.

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