Felix Neureuther spricht über prägende Trauerfeier: 'Andere Dinge können nicht heilen'
Neureuther: Trauerfeier für 17-Jährigen verändert ihn (02.04.2026)

Felix Neureuther extrem mitgenommen: Trauerfeier für 17-Jährigen verändert seine Perspektive

Felix Neureuther steht normalerweise für Optimismus und Lebensfreude. Doch der ehemalige Skirennfahrer hat auch schwere emotionale Erfahrungen durchlebt, die ihn nachhaltig geprägt haben. In einem tiefgründigen Gespräch mit seinem Podcast-Kollegen Philipp Nagel spricht er nun offen über eine besonders bewegende Trauerfeier, die seine Sicht auf das Leben grundlegend veränderte.

Besondere Begegnung mit querschnittsgelähmtem Nachwuchssportler

Im Podcast "Pizza & Pommes" wird Felix Neureuther ungewöhnlich persönlich. "Ich relativiere sehr viel", erklärt der 41-Jährige. "Wenn es mir mal nicht gut geht, dann denke ich mir: Was habe ich für einen Grund zu jammern?" Diese Haltung hat sich durch eine besondere Freundschaft gefestigt. 2017 lernte Neureuther den damals 16-jährigen Nikolai Sommer kennen, der nach einem schweren Ski-Unfall mit Querschnittslähmung im Krankenhaus lag.

Die beiden entwickelten eine enge Verbindung, die bis heute anhält. 2025 traten sie gemeinsam auf der Sternstunden-Gala des Bayerischen Rundfunks auf. Doch es war ein tragisches Ereignis im Leben des jungen Mannes, das Neureuther besonders tief berührte.

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Emotionaler Moment in der Kirche: Kreuzbandriss wird zur Nebensache

"Er ruft mich an und sagt: 'Felix, einer meiner besten Freunde ist ums Leben gekommen mit 17 Jahren", erinnert sich Neureuther. Der Ex-Skistar wurde gebeten, die Trauerfeier zu besuchen. "Dann sitzt du da in der Kirche mit einem Kreuzbandriss, daneben dein Spezl im Rollstuhl und da vorne wird ein 17-jähriger Junge gerade..." An dieser Stelle bricht seine Stimme.

Dieser Moment wurde zum Wendepunkt in Neureuthers Denken. "Was ist mein Kreuzband eigentlich? Das ist ja gar nichts, das kann heilen. Andere Dinge im Leben können nicht heilen", reflektiert er. Die Erfahrung half ihm, persönliche Verluste innerhalb von Familie und Freundeskreis besser zu verarbeiten.

Dankbarkeit und Relativierung als Bewältigungsstrategie

Der ehemalige Skirennfahrer betont die Bedeutung von Dankbarkeit in schwierigen Situationen. "Ich glaube, dass du dankbar für die Zeit sein musst, die du mit dem Menschen verbringen durftest", sagt er. "Ich bin einer, der schnell relativiert und das hilft mir sehr in der Bewältigung von solchen Momenten."

Sein Podcast-Kollege Philipp Nagel zeigt sich beeindruckt von dieser Offenheit: "Wir haben gesagt, das wird eine deepe Folge – das war sehr krass." Auch Extremsportlerin Gela Allmann, die als Gast in der Folge auftrat, lobt Neureuthers Haltung: "Das ist richtig gut, was du sagst. Der Blick nach unten macht demütig und am Ende auch wieder glücklicher und wertschätzender."

Felix Neureuthers Erfahrungen zeigen, wie persönliche Begegnungen und schwere Schicksalsschläge die Perspektive auf das Leben verändern können. Seine Botschaft der Dankbarkeit und Relativierung bietet nicht nur ihm selbst Halt, sondern könnte auch anderen Menschen in ähnlichen Situationen als Inspiration dienen.

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