Emotionaler Saisonabschluss in Planica: Skispringer feiern und verabschieden sich
Skispringer: Saisonabschluss mit Party und Abschieden

Emotionaler Saisonabschluss in Planica: Skispringer feiern und verabschieden sich

Zum Finale der Skisprung-Saison verwandelte sich die gigantische Schanze von Planica in eine riesige Partybühne. Mehr als 26.000 begeisterte Fans feierten gemeinsam mit den Athleten das Ende eines intensiven Winters. Im Mittelpunkt standen dabei nicht nur sportliche Höchstleistungen, sondern auch bewegende Abschiede und der Ausklang bedeutender Karrieren.

Horngachers letzter Auftritt als Bundestrainer

Stefan Horngacher umarmte auf dem Trainerturm zum letzten Mal in seiner Funktion als Bundestrainer die Kollegen. „Es ist natürlich schon emotional. Es war eine lange schöne Zeit“, resümierte der Österreicher nach seinem finalen Wettkampf. Horst Hüttel, Sportdirektor des Deutschen Skiverbands (DSV), zog eine positive Bilanz der siebenjährigen Zusammenarbeit: „In Summe Schulnote zwei, würde ich sagen.“ Unter Horngachers Führung gewannen deutsche Springer bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen zahlreiche Medaillen, doch der ersehnte Vierschanzentournee-Sieg blieb aus.

Dominanz von Domen Prevc und deutsche Platzierungen

Der slowenische Dominator Domen Prevc ließ sich nach einer außergewöhnlichen Saison von seinen Teamkollegen auf den Schultern tragen. Der 26-Jährige gewann den Gesamtweltcup, die Vierschanzentournee, holte zweimal Olympia-Gold und wurde Skiflug-Weltmeister. Im letzten Wettkampf des Winters musste er sich nur dem Norweger Marius Lindvik geschlagen geben. Für die deutschen Springer verlief das Finale enttäuschend: Karl Geiger belegte als bester Deutscher Rang acht, Andreas Wellinger wurde Elfter und Olympiasieger Philipp Raimund landete auf Platz 28. „Jetzt kann ich endlich die Beine hochlegen. Es war echt zäh zum Ende“, kommentierte Raimund trotzdem gut gelaunt.

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Bewegende Karriereausklänge

Die polnische Skisprung-Legende Kamil Stoch sorgte für emotionale Momente, als er sich nach einer langen Karriere mit drei Tourneesiegen vom begeisterten Publikum feiern ließ. Neben Horngacher beendete auch der Österreicher Manuel Fettner seine aktive Laufbahn. Bereits am Samstag hatte sich Katharina Schmid von der Weltcup-Bühne verabschiedet. Die siebenmalige Weltmeisterin wurde von ihrem Bruder abgewinkt und von Teamkollegen, Familie und Freunden mit einer Sektdusche empfangen. „Schöner hätte ich es mir nicht vorstellen können“, sagte die 29-Jährige, die in Zukunft in Oberstdorf als Nachwuchstrainerin arbeiten will.

Ausblick auf die kommende Saison

Die deutschen Springer wissen bereits, wer sie in der kommenden Saison als Chefcoach betreuen wird. „Ich glaube, dass das funktionieren wird. Das wird eine gute Sache“, sagte Karl Geiger mit einem Lächeln. Sportdirektor Horst Hüttel bat allerdings noch um „ein paar Tage Geduld“ bei der öffentlichen Bekanntgabe des Namens. Horngacher selbst will dem Skispringen in anderer Funktion erhalten bleiben und freut sich auf mehr Freizeit: „Ich werde mit Sicherheit viel Gitarre spielen, viele Pilze sammeln und nebenher noch viel Rad fahren“, verriet der 56-jährige Wahl-Schwarzwälder.

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