Doppeltes Unglück in Ischgl: Zwei Deutsche ignorieren Absperrung und stürzen ab
Im Skigebiet der Silvretta Arena in Ischgl haben sich innerhalb kurzer Zeit zwei ähnlich gelagerte Skiunfälle ereignet, bei denen deutsche Wintersportler eine Absperrung missachteten und mehrere Meter tief stürzten. Die Landespolizeidirektion Tirol bestätigte die Vorfälle, die sich am Freitag, dem 3. April, in einem Zeitraum von nur etwa 20 Minuten abspielten. Beide Skifahrer durchquerten eine Absperrung, die eine Pumpstation im Hang sichern sollte, und übersahen dabei die Dachkante des Gebäudes.
Erster Unfall: Jugendlicher stürzt vier Meter tief
Gegen 15.10 Uhr fuhr ein 16-jähriger Deutscher aus dem Hochsauerlandkreis mit Alpinski über freien Skiraum in Richtung des Funparks. Laut Polizei durchquerte er eine Absperrung, die die in den Hang gebaute Pumpstation schützen sollte. Dabei übersah der Jugendliche die Dachkante des Gebäudes und stürzte etwa vier Meter auf die darunterliegende Piste. Er erlitt Verletzungen unbestimmten Grades am Kopf. Nach der Erstversorgung durch die Pistenrettung wurde er seinen Eltern übergeben, um weitere medizinische Behandlung zu erhalten.
Zweiter Unfall: Mann erleidet schwere Handverletzung
Nur kurze Zeit später, gegen 15.30 Uhr, kam es im selben Bereich zu einem weiteren Unfall. Ein 22-jähriger Deutscher aus dem Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen fuhr ebenfalls durch die Absperrung, um nach Angaben der Polizei zum Funpark abzukürzen. Auch er übersah die Dachkante der Pumpstation und stürzte rund vier Meter auf die darunterliegende Piste. Dabei zog er sich eine schwere Verletzung an der Hand zu. Die alarmierte Pistenrettung versorgte den Mann zunächst vor Ort und brachte ihn anschließend zur weiteren Behandlung zu einem Arzt ins Tal, wo seine Verletzung genauer untersucht wurde.
Dritter Unfall konnte knapp verhindert werden
Während der Unfallaufnahme durch die Alpinpolizei konnte ein weiterer möglicher Unfall verhindert werden. Ein dritter Skifahrer missachtete ebenfalls die von Weitem sichtbare Absperrung und drohte über die Dachkante zu stürzen. Mitarbeiter des Funparks konnten ihn durch laute Zurufe rechtzeitig stoppen, bevor es zu einem weiteren Sturz kam. Dieser Vorfall unterstreicht die Gefahr, die von nicht beachteten Absperrungen ausgeht, und zeigt, wie schnell sich ähnliche Situationen wiederholen können.
Die Ermittlungen zu den beiden Unfällen führte die Polizeiinspektion Ischgl, die die genauen Umstände weiter aufklärt. Die Vorfälle dienen als eindringliche Warnung für alle Wintersportler, Absperrungen und Sicherheitshinweise in Skigebieten stets zu respektieren, um schwere Verletzungen zu vermeiden.



