E-Mail-Konto gehackt: Warnzeichen erkennen und sofort handeln
Fremde Anmeldeversuche, ausgegangene Nachrichten, die Sie nie verschickt haben: Solche ungewöhnlichen Aktivitäten können klare Indizien für einen gehackten E-Mail-Account sein. Betroffene sollten in dieser Situation eines auf keinen Fall sein: zögerlich. Denn Kriminelle mit Zugriff auf Ihr Postfach können erheblichen finanziellen Schaden anrichten, etwa indem sie in Ihrem Namen Waren bestellen oder Kredite aufnehmen.
Diese Warnzeichen müssen Sie ernst nehmen
Die Stiftung Warentest empfiehlt, folgende Alarmzeichen unbedingt ernst zu nehmen, da sie auf ein geknacktes E-Mail-Konto hindeuten können:
- Ihr Anbieter informiert Sie über Kontenänderungen, die Sie nicht selbst vorgenommen haben, beispielsweise Anmeldungen von neuen Geräten.
- Sie bemerken selbst Änderungen am Konto, die nicht von Ihnen stammen, auch ohne Hinweis des Anbieters.
- Der Zugang zum eigenen Konto wird verwehrt, Sie können sich nicht mehr einloggen.
- Der Zugang zu einem anderen Online-Konto, etwa einem Onlineshop, bleibt ebenfalls verwehrt, möglicherweise weil das Passwort über Ihr gehacktes Mail-Postfach geändert wurde.
- Sie entdecken gesendete Nachrichten, die Sie nicht verfasst haben.
- Ihre Kontakte weisen Sie auf Nachrichten von Ihrem E-Mail-Konto hin, die Sie nicht verschickt haben.
Sofortige Maßnahmen nach einem Hackerangriff
Wer solche oder ähnliche Indizien bemerkt, sollte unter keinen Umständen zögern. Die Stiftung Warentest rät, dann schnellstmöglich den eigenen Mail-Anbieter zu kontaktieren und dessen Anweisungen zu befolgen. Zudem sollten Sie Ihre Kontakte warnen, wie das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik empfiehlt. Falls das Passwort für den Mail-Account auch bei anderen Online-Konten verwendet wird, müssen diese unbedingt geändert werden, um weitere Sicherheitslücken zu schließen.
Weitere wichtige Schritte zur Schadensbegrenzung
Darüber hinaus ist es ratsam, den Angriff bei der Polizei anzuzeigen. Für die Strafverfolgung können Screenshots der verdächtigen Aktivitäten nützlich sein. Ferner sollte der Vorfall der Schufa gemeldet werden. Dann kann die Auskunftei Unternehmen warnen, die bei dieser die Bonität abfragen, um möglichen Betrugsversuchen vorzubeugen. Diese Maßnahmen helfen, den finanziellen Schaden zu minimieren und Ihre persönlichen Daten besser zu schützen.



