DESI-Projekt enthüllt größte 3D-Karte des Universums mit über 47 Millionen Galaxien
Größte 3D-Karte des Universums mit 47 Mio. Galaxien

DESI-Projekt enthüllt größte 3D-Karte des Universums mit über 47 Millionen Galaxien

Ein bahnbrechender Blick in die Tiefen des Alls: Das Dark Energy Spectroscopic Instrument (DESI) hat seine fünfjährige Kartierungsmission abgeschlossen und präsentiert die bislang größte hochauflösende 3D-Karte des Universums. Diese monumentale wissenschaftliche Leistung wurde vom Lawrence Berkeley National Laboratory bekannt gegeben und übertrifft alle bisherigen Erwartungen.

Mehr Daten als geplant: 47 Millionen Galaxien erfasst

Ursprünglich hatten die Forscher das Ziel, innerhalb von fünf Jahren Daten zu 34 Millionen Galaxien und Quasaren zu sammeln. Doch das Hightech-Instrument, das am Nicholas-U.-Mayall-4-Meter-Teleskop auf dem Kitt Peak in Arizona arbeitet, lieferte deutlich mehr: Über 47 Millionen Galaxien und Quasare sowie zusätzlich mehr als 20 Millionen Sterne innerhalb unserer eigenen Milchstraße wurden präzise vermessen.

Die großräumige Struktur des Universums wird in der detaillierten Karte sichtbar, wobei die Erde sich im Zentrum der Darstellung befindet. Die Karte zeigt Himmelsobjekte von unserer Position bis in Entfernungen von Milliarden Lichtjahren und unterscheidet dabei verschiedene Typen: nahegelegene helle Galaxien, leuchtende rote Galaxien, Emissionslinien-Galaxien und Quasare.

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Jagd auf die Dunkle Energie

Mit dieser gewaltigen Datensammlung nehmen die Wissenschaftler nun die Dunkle Energie ins Visier – jene rätselhafte Kraft, die den größten Teil der Energie im Universum ausmacht und für die beschleunigte Ausdehnung des Kosmos verantwortlich ist. Die DESI-Daten ermöglichen es erstmals, Veränderungen in der Verteilung von Galaxien über rund 11 Milliarden Jahre kosmischer Geschichte zu vergleichen.

Frühere Auswertungen hatten bereits Hinweise geliefert, dass sich die Dunkle Energie möglicherweise nicht konstant verhält. Ob sich diese Annahme nun bestätigen lässt, ist laut den beteiligten Forschern noch offen und wird Gegenstand intensiver Analysen sein.

Die Arbeit geht weiter: Erweiterung bis 2028

Mit dem Abschluss des Fünfjahresprogramms endet die Forschungsarbeit jedoch nicht. Bereits jetzt läuft die Erweiterung der Karte, die bis zum Jahr 2028 die Himmelsabdeckung von etwa 14.000 auf rund 17.000 Quadratgrad ausdehnen soll. Zusätzlich nehmen die Wissenschaftler schwerer zu beobachtende Himmelsbereiche ins Visier, darunter weiter entfernte lichtschwache Galaxien, nahe Zwerggalaxien und Sternströme.

Von diesen erweiterten Beobachtungen erhoffen sich die Forscher nicht nur präzisere Aussagen zur Natur der Dunklen Energie, sondern auch neue Erkenntnisse über die Verteilung der Dunklen Materie. Das DESI-Projekt bleibt damit ein zentrales Instrument der modernen Kosmologie, das unser Verständnis des Universums grundlegend verändern könnte.

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