Jenaer KI-Startup Spleenlab von Quantum Systems übernommen - Standortausbau geplant
Quantum Systems übernimmt Jenaer KI-Startup Spleenlab

Quantum Systems übernimmt Jenaer KI-Startup Spleenlab und plant Standortausbau

Der bayerische Drohnen- und Softwarehersteller Quantum Systems mit Sitz in Gilching hat die Übernahme des Jenaer Unternehmens Spleenlab GmbH bekannt gegeben. Bei einer gemeinsamen Präsentation in Jena kündigten beide Firmen an, den thüringischen Standort nach der Transaktion deutlich auszubauen und zu stärken.

Zusammenarbeit mündet in vollständige Integration

Quantum Systems, das auf die Entwicklung und Produktion von zivilen sowie militärischen Überwachungsdrohnen und anderen autonom agierenden Systemen spezialisiert ist, arbeitet bereits seit mehreren Jahren mit dem Thüringer Softwareunternehmen zusammen. Martin Karkour von Quantum Systems betonte, dass es bei der Partnerschaft um unbemannte Systeme gehe, die nicht ausschließlich für militärische Anwendungen konzipiert seien.

„Nach unserer langjährigen und erfolgreichen Zusammenarbeit mit Spleenlab haben wir die Entscheidung getroffen: Wir gehen zusammen“, so Karkour. Die Einsatzgebiete der gemeinsam entwickelten Technologien umfassen neben der Verteidigung insbesondere die Landwirtschaft, präzise Vermessungsaufgaben, autonome Fahrzeuge in der Logistikbranche sowie die Überwachung kritischer Infrastrukturen.

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Innovative KI-Software ermöglicht GPS-unabhängige Navigation

Das 2018 in Saalburg-Ebersdorf gegründete Startup Spleenlab liefert die auf Künstlicher Intelligenz basierende Software, die es unbemannten Systemen ermöglicht, ihre Umgebung in Echtzeit zu erfassen und zu analysieren. Tobias Rüdiger, Geschäftsführer und Mitgründer von Spleenlab, erklärte: „Unsere lernende Software berechnet präzise, wo sich beispielsweise eine oder mehrere Drohnen befinden, wodurch die Navigation vollständig ohne GPS erfolgen kann.“

Diese technologische Innovation stellt einen bedeutenden Fortschritt für autonome Systeme dar, da sie unabhängig von satellitengestützten Navigationssystemen operieren können. Spleenlab, das mittlerweile auch eine Niederlassung in Jena unterhält, hat in den vergangenen Jahren durch Kapitalspritzen der Beteiligungsmanagement Thüringen GmbH, einer Tochter der Thüringer Aufbaubank, ein beachtliches Wachstum verzeichnet.

Zwei Standorte in Thüringen werden ausgebaut

Beide Unternehmen bestätigten, dass die beiden thüringischen Standorte in Jena und Saalburg-Ebersdorf nach der Übernahme erhalten bleiben und weiter ausgebaut werden. Derzeit beschäftigt Spleenlab nach Angaben des Managements mehr als 50 Mitarbeiter. Bis zum Jahresende soll die Belegschaft auf mindestens 70 bis 75 Mitarbeiter anwachsen.

Tobias Rüdiger verwies auf die positive Personalentwicklung: „Unser KI-Unternehmen profitiert bei Neueinstellungen stark von den hochqualifizierten jungen Absolventen, die von den renommierten Universitäten in Jena und Ilmenau zu uns kommen.“ Neben der kontinuierlichen Software-Entwicklung ist geplant, in Saalburg-Ebersdorf auch Tests mit autonomen Systemen von Quantum Systems durchzuführen.

Die Übernahme umfasst Anteile, die zuvor von der Beteiligungsmanagement Thüringen GmbH mit Sitz in Erfurt gehalten wurden. Diese strategische Entscheidung unterstreicht das Vertrauen in die innovative Technologie von Spleenlab und die gemeinsame Vision für die Zukunft autonomer Systeme.

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