Die Mauer zwischen Android und Apple bröckelt: Samsung ermöglicht direkten Datenaustausch
Der lästige Umweg über Messenger-Apps oder E-Mails gehört endlich der Vergangenheit an. Samsung steigt als zweiter großer Android-Hersteller in den grenzenlosen Datenaustausch auf kurzer Distanz ein. Ab dieser Woche soll die Quick Share-Funktion bei der neuen Galaxy-S26-Reihe kompatibel mit Apples AirDrop-System sein. Dies berichtet das Fachportal „heise online“.
Google macht den Anfang, Samsung zieht nach
Bereits zuvor hatte Google seine Pixel-Smartphones der Reihen 9 (ohne das Modell 9a) und 10 mit AirDrop-Kompatibilität ausgestattet. Samsung folgt nun diesem wichtigen Schritt und öffnet seine Galaxy-S26-Serie für den direkten Austausch mit iPhones, iPads und Mac-Computern. Weitere Hersteller wie Oppo, Nothing und der Chiphersteller Qualcomm haben laut Berichten entsprechende Pläne angekündigt.
Die technische Umsetzung bedeutet einen bedeutenden Fortschritt für Nutzer beider Ökosysteme. Bislang war der Transfer von Fotos und Dateien zwischen Android-Geräten und Apple-Produkten ein umständlicher Prozess, der oft Drittanbieter-Lösungen erforderte.
So funktioniert der Datenaustausch zwischen den Systemen
Der Datentransfer verläuft allerdings nicht vollständig nahtlos. Damit Android-Daten auf Apple-Geräten ankommen, müssen Empfänger aktiv werden. Apples AirDrop-System filtert Transferanfragen in drei Stufen:
- Empfangen aus
- Nur für Kontakte
- 10 Minuten für alle
Für den erfolgreichen Transfer von Android zu Apple muss die Einstellung „10 Minuten für alle“ ausgewählt werden. Der Kontaktfilter funktioniert hier nicht, da Apple für die Validierung auf iCloud-Konten zurückgreift, während Android-Systeme auf Google-Konten setzen.
Umgekehrter Transfer: Vom iPhone zum Android
Für den umgekehrten Weg – also vom iPhone zum Android-Smartphone – wählen Nutzer in den Einstellungen unter „Verbundene Geräte“ bei den Quick Share-Optionen entweder „Alle“ oder „Alle für 10 Minuten“ aus. So können auch Fotos und Dateien von Apple-Geräten empfangen werden.
Sollten trotz korrekter Einstellungen keine Transferanfragen eingehen, empfiehlt sich ein Blick auf den Schieberegler „Für Geräte in der Nähe sichtbar“. Dieser muss aktiviert sein, damit Geräte einander erkennen können.
Sicherheitshinweise für den grenzenlosen Austausch
Ein grundlegender Sicherheitshinweis gilt für beide Systeme gleichermaßen: Um unerwünschte oder unangemessene Inhalte von Fremden zu vermeiden, sollten Nutzer den Empfang idealerweise auf Kontakte beschränken oder die Funktion nur dann aktivieren, wenn ein Dateitransfer geplant ist. Diese Vorsichtsmaßnahme schützt vor unerwünschten Überraschungen und gewährleistet einen sicheren Austausch zwischen den Geräten.
Die zunehmende Kompatibilität zwischen Android und Apple markiert einen wichtigen Schritt in der Digitalisierung. Was lange als unüberwindbare technische Barriere galt, wird nun Stück für Stück abgebaut – zum Vorteil aller Nutzer, die Geräte unterschiedlicher Hersteller im Alltag verwenden.



