Samsung erweitert Quick-Share-Funktion für mehr Galaxy-Modelle
Google hat eine technische Grundlage geschaffen, um AirDrop-ähnliche Funktionen in Android zu integrieren. Samsung nutzt diese Möglichkeit nun konsequent und weitet die Unterstützung für die Quick-Share-Funktion per Software-Update auf weitere Galaxy-Modelle aus. Damit können Nutzer Fotos, Videos und Dateien nahtlos zwischen ihren Android-Geräten und iPhones, iPads oder Macs austauschen.
Welche Galaxy-Modelle profitieren von der Erweiterung?
Ende März erhielt zunächst die Galaxy-S26-Reihe die neue Funktion im Rahmen von One UI 8.5. Im aktuellen Beta-Testlauf kommen nun weitere Modelle hinzu: die Galaxy-S25- und S24-Serien sowie die Falt-Smartphones Galaxy Z Fold7, Z Flip7, Z Fold6 und Z Flip6. Offiziell bleibt das S26 jedoch das einzige Smartphone, das AirDrop in der öffentlichen Version von One UI 8.5 unterstützt.
Samsung kündigte zudem eine Ausweitung der Beta auf die S23-Serie, Galaxy Z Fold5, Z Flip5 und das Galaxy S23 FE an. Erstmals ist mit dem Galaxy A36 5G auch ein Mittelklasse-Gerät in der Testphase dabei. Für diese zusätzlichen Modelle gibt es jedoch noch keine offizielle Bestätigung, ob eine Quick-Share-Erweiterung in der finalen Version geplant ist.
Aktivierung und wichtige Einschränkungen
Die Funktion ist auf Galaxy-Geräten standardmäßig nicht aktiviert. Nutzer müssen sie manuell in den Einstellungen einschalten: unter „Verbundene Geräte“ > „Quick Share“ > „Mit Apple Geräten teilen“. Samsung betont, dass ein nahtloser Austausch von Fotos, Videos und Dateien zwischen Galaxy- und Apple-Geräten möglich sei.
Allerdings gibt es eine bedeutende Einschränkung beim Datenaustausch mit iPhones: Für den Empfang von Dateien reicht es nicht aus, die Sichtbarkeit auf Kontakte zu beschränken. Damit Dateien erfolgreich angenommen werden können, muss die Einstellung „Für alle sichtbar“ aktiviert sein. Diese Sicherheitsmaßnahme könnte für einige Nutzer unpraktisch sein, gewährleistet jedoch einen reibungslosen Übertragungsprozess.
Technischer Hintergrund und Marktentwicklung
Der Datenaustausch zwischen Android- und Apple-Geräten war lange Zeit stark eingeschränkt. Google liefert nun die notwendige technische Infrastruktur, um AirDrop-Funktionalitäten in Android zu integrieren. Neben Samsung arbeiten auch andere Hersteller an der Umsetzung dieser plattformübergreifenden Lösung.
Diese Entwicklung markiert einen wichtigen Schritt in Richtung besserer Interoperabilität zwischen den beiden großen mobilen Ökosystemen. Für Verbraucher bedeutet dies mehr Flexibilität und Komfort beim Teilen von Inhalten, unabhängig von der verwendeten Geräteplattform.



