Neubrandenburgs Stadtwald wächst: 1000 Winterlinden durch Gemeinschaftsaktion gepflanzt
1000 neue Bäume für Neubrandenburgs Stadtwald gepflanzt

Gemeinsam für mehr Grün: Neubrandenburgs Stadtwald erhält 1000 neue Bäume

Neubrandenburg hat einen bedeutenden Schritt in Richtung einer grüneren Zukunft gemacht. Bei einer bemerkenswerten Gemeinschaftsaktion wurden am westlichen Stadtrand, zwischen der Woggersiner Straße und dem Industriegebiet Weitin, insgesamt 1000 junge Winterlinden gepflanzt. Rund 60 bis 70 engagierte Bürgerinnen und Bürger, darunter Schüler der IGS Vier Tore Neubrandenburg sowie zahlreiche erwachsene Helfer, griffen zu Spaten und Setzlingen, um den Stadtwald nachhaltig zu stärken. Selbst Stadtpräsident Thomas Gesswein (CDU) und Oberbürgermeister Nico Klose (parteilos) beteiligten sich persönlich an der Pflanzaktion und unterstützten damit symbolisch die Bedeutung dieses Umweltprojekts.

Erstaufforstung auf knapp zwei Hektar Fläche

Initiiert wurde die Aktion von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) und der Sparkasse Neubrandenburg-Demmin. Josefine Pöggel, Geschäftsführerin der SDW, betonte vor Ort die Besonderheit dieser Maßnahme: „Es handelt sich hier um eine sogenannte Erstaufforstung auf knapp zwei Hektar, da sich zuvor kein Wald auf dieser Fläche befand. Das ist eine echte Waldmehrung für unsere Region.“ Die Entscheidung fiel bewusst auf die heimische Winterlinde, eine Baumart, die nicht nur optimal an das lokale Klima angepasst ist, sondern auch zahlreichen Insektenarten als Lebensraum dient.

Klimaschutz und regionale Verantwortung im Fokus

Die Sparkasse Neubrandenburg-Demmin ermöglichte die Durchführung der Aktion durch großzügige Spendengelder. Peter Siebken, Vorstandsvorsitzender des Geldinstituts, erklärte: „Klimawandel und Borkenkäfer hinterlassen deutliche Spuren in unseren Wäldern. Regionales Engagement ist unsere angestammte Tradition, daher ist es für uns selbstverständlich, Bäume für nachfolgende Generationen zu pflanzen.“ Die neuen Waldflächen übernehmen laut Josefine Pöggel essentielle Klimafunktionen, die der Wald kostenfrei für die Menschen bereitstellt – von der Luftreinigung bis zur CO₂-Bindung.

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Langfristige Perspektiven und weitere Pläne

Je nach Niederschlag in den kommenden Wochen könnte die Fläche zusätzlich bewässert werden, doch grundsätzlich dürfen die Bäume nun „vor sich hinwachsen“. In etwa acht bis zehn Jahren werden die Winterlinden voraussichtlich die Größe eines erwachsenen Menschen erreichen. Die SDW rechnet damit, dass mindestens 80 Prozent der gepflanzten Bäume – also etwa 800 Exemplare – langfristig Wurzeln schlagen und gedeihen werden. Für den Herbst sind bereits weitere Aufforstungsaktionen geplant, wobei der Verein jährlich 10.000 bis 20.000 Bäume in Mecklenburg-Vorpommern pflanzen möchte. Auch die Sparkasse bestätigte durch Mitarbeiterin Angela Kittel, dass solche Projekte in Zukunft fortgesetzt werden sollen, nachdem die Planungen für Weitin über Monate gelaufen waren. Bereits in der Vergangenheit engagierte sich das Geldinstitut ähnlich, etwa auf dem Neubrandenburger Datzeberg oder in Dargun.

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