Elektroräder eröffnen neue Wege der Teilhabe im Harz
Im Elisabethstift der Evangelischen Stiftung Neinstedt (ESN) haben Bewohner kürzlich eine besondere Erfahrung gemacht: Mit zwei neu angeschafften Elektrofahrrädern – einem Paralleltandem und einem Rollfiet – unternahmen sie eine Ausfahrt von Neinstedt nach Thale. Diese innovative Mobilitätslösung markiert einen wichtigen Schritt hin zu mehr Selbstständigkeit und gesellschaftlicher Einbindung für Menschen mit körperlichen Einschränkungen.
Geförderte Elektromobilität für inklusive Erlebnisse
Die speziellen E-Bikes wurden durch die Unterstützung der Aktion Mensch ermöglicht, die sich für die Förderung von Inklusionsprojekten einsetzt. Das Paralleltandem ermöglicht es zwei Personen nebeneinander zu fahren, während das Rollfiet mit seiner stabilen Bauweise auch Menschen mit eingeschränkter Balance sicheres Radfahren erlaubt. Beide Modelle sind mit elektrischer Unterstützung ausgestattet, was längere Strecken und Steigungen im Harzer Umland mühelos bewältigbar macht.
Die erste Testfahrt führte die Gruppe zum gemeinsamen Essen nach Thale und wieder zurück nach Neinstedt. „Diese Fahrräder öffnen Türen, die bisher verschlossen waren“, betont ein Betreuer des Elisabethstifts. Die elektrische Unterstützung gleicht körperliche Einschränkungen aus und ermöglicht so gemeinsame Aktivitäten, die den sozialen Zusammenhalt stärken.
Nachhaltige Wirkung über die erste Ausfahrt hinaus
Die Anschaffung dieser Fahrzeuge ist nicht nur ein einmaliges Ereignis, sondern soll langfristig die Lebensqualität der Bewohner verbessern. Geplant sind regelmäßige Ausflüge, die:
- Die Mobilität im ländlichen Raum erhöhen
- Soziale Teilhabe durch gemeinsame Erlebnisse fördern
- Die körperliche Aktivität und Gesundheit unterstützen
- Die Selbstständigkeit von Menschen mit Behinderungen stärken
Das Projekt zeigt, wie technologische Innovationen im Bereich der Elektromobilität konkret zur Inklusion beitragen können. Durch die Kombination von spezieller Fahrradtechnik und elektrischem Antrieb entstehen neue Möglichkeiten der Teilhabe, die über traditionelle Hilfsmittel hinausgehen.
Die Evangelische Stiftung Neinstedt setzt mit dieser Initiative ein Zeichen für praktizierte Inklusion im Harz. Die positiven Reaktionen der Bewohner nach der ersten Ausfahrt bestätigen den Erfolg des Projekts und motivieren zu weiteren inklusiven Mobilitätsangeboten in der Region.



