MV baut Schnellladenetz an Autobahnen aus: 64 Ladepunkte bis Jahresende geplant
Schnellladenetz an MV-Autobahnen: 64 Ladepunkte bis Jahresende

Mecklenburg-Vorpommern treibt Ausbau der E-Ladeinfrastruktur voran

Für Elektrofahrer in Mecklenburg-Vorpommern zeichnen sich deutlich bessere Lademöglichkeiten ab. Die bundeseigene Autobahngesellschaft hat zugesagt, bis zum Jahresende eine spürbare Verbesserung der Ladesituation an unbewirtschafteten Raststätten entlang der Autobahnen im Nordosten umzusetzen. Konkret sollen in den kommenden Monaten 32 Ladesäulen mit insgesamt 64 Ladepunkten ans Netz gehen.

Flächendeckendes Netz ohne Ladelücken

Ronald Normann, Chef der Nordost-Niederlassung der Autobahngesellschaft, betonte das ambitionierte Ziel: „Wir bauen ein flächendeckendes Netz an Ladeinfrastruktur auf – ein großer Beitrag zum Klimaschutz.“ Für E-Fahrer soll damit die Möglichkeit geschaffen werden, alle 20 bis 25 Kilometer an unbewirtschafteten Rastanlagen ihre Fahrzeuge zu laden. Diese Investitionen werden besonders für die vielen rein elektrischen Urlaubsfahrten zwischen Berlin und der Ostsee ein entspannteres Reisen ermöglichen.

Aktueller Stand der Bauarbeiten

Bis Jahresende müssen die Verantwortlichen jedoch noch erheblich Tempo aufnehmen. Bislang sind lediglich an zwei der geplanten acht Standorte in MV Ladeprojekte im Bau:

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  • An der Rastanlage Plater Berg Ost und West an der A14
  • An der Rastanlage Eldetal Ost und West an der A19 an der Landesgrenze zu Brandenburg

Lediglich am Plater Berg steht der Anschluss kurz bevor. Die dort installierten Anlagen sollen Ende März oder Anfang April ans Netz gehen. An der A19 an der Rastanlage Eldetal verzögert sich die Inbetriebnahme allerdings noch, da der Anschluss an das Mittelspannungsnetz des Netzbetreibers aussteht.

Schwerpunkt Urlauberautobahn A20

In den kommenden Monaten sollen sich für E-Fahrer vor allem an der Urlauberautobahn A20 auf der Fahrt an die Küste und zu den Ostseeinseln die Lademöglichkeiten spürbar verbessern. An vier Standorten können sie künftig an unbewirtschafteten Rastanlagen Strom zapfen:

  1. Bretthäger Wisch
  2. Warnowtal
  3. Riedbruch
  4. Vier Tore Stadt

Einfache Bezahlung und hohe Verfügbarkeit

Die Autobahngesellschaft sichert E-Fahrern ein einfaches und schnelles Bezahlverfahren zu. Der Bezahlvorgang soll bei allen Ladepunkten mittels gängiger kontaktloser Kartenzahlungssysteme möglich sein. Um eine hohe Verfügbarkeit der Ladepunkte zu garantieren, sind die vom Bund beauftragten Betreiber verpflichtet worden, eine rund um die Uhr besetzte Servicehotline anzubieten.

Langfristige Ausbaupläne bis 2026

Der Bund hatte bereits vor Jahren ein flächendeckendes Schnellladenetz an den Autobahnen in Deutschland angekündigt. Bis Ende 2026 sollen bundesweit an 200 unbewirtschafteten Rastanlagen rund 1000 Schnellladepunkte eingerichtet werden, davon 156 Ladepunkte an 36 Standorten im Nordosten Deutschlands. Mit insgesamt rund 4000 neuen Ladepunkten sei das Gesamtnetz so geplant, dass alle zehn Minuten Ladesäulen an den Autobahnen zu erreichen seien.

High-Power-Charging und Lkw-Infrastruktur

Die sogenannten High-Power-Charging-Säulen (HPC) mit einer Leistung von bis zu 400 Kilowatt sollen es ermöglichen, E-Autos in etwa 20 bis 40 Minuten von 20 Prozent auf 80 Prozent aufzuladen. Parallel wird das Autobahnnetz allmählich auch für den elektrischen Lkw-Verkehr vorbereitet. Ein entsprechendes Ladenetz soll ab 2027 aufgebaut werden. Dafür müssen unter anderem Lkw-Parkflächen angepasst werden. Zukünftig sollen im Nordosten für leichte Nutzfahrzeuge 370 Ladepunkte an 72 Standorten und für schwere Lastkraftwagen 374 Ladepunkte an 46 Standorten entstehen.

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