Thüringer Sternensensoren aus Jena leiten Artemis-Mission zum Mond
Jenaer Sensoren steuern Artemis-Mission zum Mond

Thüringer Präzisionstechnik steuert historische Mondmission

Die Artemis-II-Mission der NASA, die erste bemannte Mondmission seit über 50 Jahren, wird von Sternensensoren aus Jena in Thüringen geleitet. Diese hochpräzisen Navigationsinstrumente der Jena-Optronik GmbH sorgen für die exakte Ausrichtung und Steuerung des Orion-Raumschiffs auf seinem Weg zur Mondumlaufbahn. Der Start erfolgte von Cape Canaveral in Florida und markiert einen Meilenstein in der bemannten Raumfahrt.

Lange Tradition in der Weltraumtechnik

Das Unternehmen Jena-Optronik blickt auf eine jahrzehntelange Expertise in der Produktion von Lageregelungssystemen für Satelliten und Raumschiffe zurück, die bis in die DDR-Zeit reicht. Bisher hat das Unternehmen mehr als 450 Sensoren verkauft, die in internationalen Projekten wie dem Copernicus-Programm oder Kommunikationssatelliten wie Alphasat eingesetzt werden. Bei der Artemis-Mission dienen die Sternensensoren als „Kompass der Mission“, wie die Thüringer Staatskanzlei in Erfurt betont.

Innovationskraft aus dem Grünen Herzen Deutschlands

Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) verfolgte den Start live bei der Jena-Optronik GmbH und hob die Bedeutung dieser Beteiligung hervor: „Dass die erste bemannte Mondmission seit mehr als 50 Jahren mit Technik aus Thüringen gestartet ist, ist ein starkes Signal für die Innovationskraft im Grünen Herzen Deutschlands.“ Jena steht seit langem für Optik, Präzision und Innovation und trägt maßgeblich zur Erweiterung des menschlichen Wissens in Zukunftsbereichen bei.

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Hohe Anforderungen an Genauigkeit und Software

Bei der etwa zehntägigen Artemis-II-Mission, die Navigation, Kommunikation und Lebenserhaltung unter realen Bedingungen testet, sind besonders hohe Anforderungen an die Genauigkeit der Sensoren gestellt. Andreas Deter, Projektleiter für Sternsensoren bei Jena-Optronik, erklärt: „Bereits kleine Fehler können aufgrund der großen Distanz zwischen Erde und Mond zu erheblichen Kursabweichungen führen.“ Das Projektteam legt besonderes Augenmerk auf Software-Aspekte, um die Sicherheit der bemannten Mission zu gewährleisten.

Thüringen im Zentrum der Raumfahrt

Mit dem Start der Artemis-II-Mission beginnt ein neues Kapitel in der bemannten Raumfahrt, und Thüringen ist mit seiner Technologie fest integriert. Die Sternensensoren aus Jena, die Optik mit Bildverarbeitung kombinieren und Sterne zur Orientierung nutzen, gehören zu den grundlegenden Navigationssystemen in der Raumfahrt. Diese Beteiligung unterstreicht die globale Bedeutung Thüringens als Standort für Hochtechnologie und setzt ein Zeichen für die Zukunft der deutschen Innovationslandschaft.

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