Söder bei der NASA: Bayern wird zum Raumfahrt-Standort von Weltrang
Söder bei NASA: Bayern wird Raumfahrt-Standort von Weltrang

Söder bei der NASA: Bayern wird zum Raumfahrt-Standort von Weltrang

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat während seiner USA-Reise das legendäre Kontrollzentrum der NASA in Houston besucht. Der Besuch markiert einen symbolischen Höhepunkt seiner Bemühungen, Bayern als führenden Raumfahrtstandort in Europa zu etablieren. Söder zeigte sich tief beeindruckt von den historischen Schauplätzen der bemannten Raumfahrt.

Historischer Ort mit großer Symbolkraft

Im Lyndon B. Johnson Space Center besichtigte Söder das Christopher C. Kraft Mission Control Center, von dem aus alle bedeutenden US-Raumfahrtmissionen koordiniert wurden – von Apollo über das Space Shuttle bis zur Internationalen Raumstation. "Das ist der berühmteste Ort in der Raumfahrt", schwärmte der Ministerpräsident angesichts der historischen Bedeutung des Standorts, wo 1970 der berühmte Notruf "Houston, we've had a problem" während der Apollo-13-Mission empfangen wurde.

Bayerische Raumfahrtindustrie im Aufschwung

Die Strategie des Freistaats, gezielt in die Raumfahrt zu investieren, trägt mittlerweile deutliche Früchte. Mit 550 Raumfahrtunternehmen und etwa 40.000 Beschäftigten erwirtschaftet die bayerische Branche heute einen Jahresumsatz von zwölf Milliarden Euro. Das ist das Vierfache des gesamten deutschen Raumfahrtumsatzes aus dem Jahr 2018, als Söder seine Initiative "Bavaria One" mit einem Volumen von 700 Millionen Euro startete.

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Diese Initiative ist inzwischen in der High-Tech-Agenda (HTA) aufgegangen, die bis 2030 insgesamt eine Milliarde Euro in die Luft- und Raumfahrt investieren wird. "Viele Menschen glaubten nicht, dass das eine gute Strategie ist", erinnerte sich Söder während seines Besuchs. "Heute liefert sie einen der erfolgreichsten Innovationsschübe in Bayern."

Internationale Kooperationen als Meilenstein

Im Rahmen des Besuchs unterzeichneten Vertreter der NASA und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) eine gemeinsame Zielvereinbarung zur Entwicklung neuer Konzepte für bemannte Flüge zum Mond und Mars. Der Fokus liegt dabei auf KI-basierten Systemen, die Missionen unabhängiger von Bodenstationen machen und die Fehlerquote senken sollen.

Söder bezeichnete diese Zusammenarbeit als historischen Schritt: "Das wäre vor 20 Jahren undenkbar gewesen." Ab 2028 plant das DLR gemeinsam mit der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) und der Bayerischen Staatsregierung außerdem den Aufbau eines Mondkontrollzentrums nach dem Vorbild des NASA-Zentrums in Houston.

Wissenschaftliche Vernetzung und Ausbildung

Die Technische Universität München (TUM) baut bis 2029 Europas größte Fakultät für Luft- und Raumfahrt mit 4.000 Studierenden und fast 60 Professuren auf. Parallel wurde während Söders USA-Aufenthalt eine Partnerschaft zwischen der TUM und der University of Texas vereinbart, um die wissenschaftliche Kompetenz weiter zu stärken.

Der Besuch fiel zeitlich mit den Vorbereitungen für die Artemis-2-Mission zusammen, die während Söders Anwesenheit auf den Bildschirmen im Kontrollzentrum zu verfolgen war. Die Mission soll vier Astronauten für zehn Tage in eine Mondumlaufbahn bringen und Daten für künftige Mondlandungen sammeln.

Zukunftsperspektiven für Bayern

Mit Oberpfaffenhofen als geplantem "deutschem Houston" will Bayern weiter in die Fußstapfen der NASA treten. Die Wachstumspotenziale der Raumfahrtbranche gelten als enorm, und der Freistaat positioniert sich zunehmend als europäischer Spitzenstandort. "Das ist nicht nur was für Science-Fiction-Fans, das ist echte Realität", betonte Söder. "Da hängen Arbeitsplätze und Unternehmen dran."

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