Bayerns Ministerpräsident erfüllt sich NASA-Träume und exportiert bayerische Kultur
Houston im US-Bundesstaat Texas war am Dienstag Schauplatz eines besonderen Besuchs: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (59, CSU) stattete dem Lyndon B. Johnson Space Center der NASA einen Arbeitsbesuch ab. Nur zwei Tage vor dem geplanten Start der Artemis-Mondmission in Florida zeigte sich der Politiker beeindruckt von den amerikanischen Raumfahrtambitionen.
Raumfahrtstrategie Bayerns findet Anerkennung
Bei seinem Rundgang durch das Astronauten-Trainingszentrum betonte Söder die Bedeutung der bayerischen Raumfahrtinitiativen. „Das Schöne ist, dass die Strategien, die wir in Bayern vor einigen Jahren auf den Weg gebracht haben, die von dem einen oder anderen belächelt wurden, heute sehr gut aufgenommen werden“, erklärte der Ministerpräsident sichtlich stolz. Tatsächlich soll in Oberpfaffenhofen bei München ein ESA-Kontrollzentrum für Mondmissionen entstehen, das die bayerische Position in der europäischen Raumfahrt stärken wird.
Als konkreten Erfolg seiner Bemühungen konnte Söder zwei Unterschriften unter eine Vereinbarung zwischen der NASA und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt setzen. Diese Zusammenarbeit betrifft die Steuerung von Raumfahrzeugen, die im Weltraum autonom operieren sollen. Bis 2030 plant der Freistaat Bayern, insgesamt 1 Milliarde Euro in Forschung und Entwicklung der Raumfahrttechnologie zu investieren.
Kindheitsträume werden Wirklichkeit
Der Höhepunkt des NASA-Besuchs war für Söder jedoch persönlicher Natur: „Da werden echt alte Kindheitsträume wahr. Jeder Science-Fiction-Fan hat natürlich zur NASA eine ganz besondere Verbindung“, gestand der Ministerpräsident, nachdem er ein Space Shuttle besichtigen durfte. Als bleibende Erinnerung erhielt er eine NASA-Jacke, die einen Ehrenplatz in seinem Büro erhalten soll.
Bayerisches Bier erobert Texas
Neben den Raumfahrtambitionen stand auf Söders dreitägiger USA-Reise auch kultureller Austausch auf dem Programm. In der Kleinstadt Addison, die zur Metropolregion Dallas-Fort Worth mit 8 Millionen Einwohnern gehört, soll im Herbst dieses Jahres ein neues Hofbräuhaus eröffnen. Gemeinsam mit Staatskanzlei-Chef Florian Herrmann und Hofbräu-Chef Jörg Lehmann zapfte Söder symbolisch das erste Fass an.
Das neue Lokal wird der elfte Standort sein, den Hofbräu weltweit betreibt, und knüpft an eine lange Tradition an: Bereits 1902 wurde das erste außerbayerische Hofbräuhaus in New York eröffnet. Für die etwa 16.000 Einwohner von Addison bedeutet die Eröffnung einen direkten Zugang zu bayerischer Braukunst und Gastfreundschaft.
Die Reise des bayerischen Ministerpräsidenten verdeutlicht damit auf eindrucksvolle Weise die doppelte Strategie des Freistaats: Einerseits die Etablierung als Hochtechnologie-Standort in der Raumfahrt, andererseits die Pflege und Verbreitung bayerischer Kultur und Traditionen im internationalen Kontext.



