Die BUND-Landesverbände Thüringen und Niedersachsen haben sich gegen die geplante Schließung des Recycling-Gipswerks im niedersächsischen Embsen (Landkreis Lüneburg) ausgesprochen. Die Naturschützer fordern den Erhalt der Anlage und einen sofortigen Stopp neuer Genehmigungen für den Abbau von Naturgips im Südharz. Diese Forderung richtet sich auch an die Behörden in Sachsen-Anhalt.
Hintergrund des Streits
Das Recycling-Gipswerk in Embsen steht vor dem Aus. Medienberichten zufolge soll die Anlage zum Jahresende geschlossen werden. Der BUND sieht darin einen falschen Weg. Statt auf die Wiederverwertung von Gips zu setzen, werde der Druck auf die Naturgipsvorkommen im Südharz erhöht. Die Naturschützer kritisieren, dass neue Abbaugenehmigungen die Umwelt und das Landschaftsbild im Südharz gefährden.
Forderungen der Naturschützer
Der BUND verlangt von der Politik, das Recyclingwerk in Embsen zu erhalten und auszubauen. Gleichzeitig sollen keine weiteren Genehmigungen für den Abbau von Naturgips im Südharz erteilt werden. Dies gelte insbesondere für die Region um den Alten Stolberg, wo bereits ein Tagebau existiert. Die Verbände argumentieren, dass Recycling die umweltfreundlichere Alternative sei und langfristig Ressourcen schone.
Der BUND Thüringen und Niedersachsen appellieren an die Verantwortlichen in den Landesregierungen, sich für eine nachhaltige Gipsversorgung einzusetzen. Der Erhalt des Werkes in Embsen sei ein wichtiger Schritt, um die Kreislaufwirtschaft zu stärken und die Natur zu schützen.



