Frühjahrsputz im Peenetal: Müllsammler stoßen auf Autositze, Brot und Klobürste
Der traditionelle Frühjahrsputz im Peenetal hat auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Freiwillige zusammengebracht, die gemeinsam gegen die Vermüllung der Natur vorgehen. Rund 40 engagierte Helfer aus der Gemeinde Sassen-Trantow beteiligten sich an der Aktion, die vom Verein Dorfkind und der Gemeinde Görmin organisiert wurde. Trotz des Einsatzes mussten die Teilnehmer feststellen, dass der Unrat nach wie vor gut verteilt in der Landschaft liegt.
Ungewöhnliche Funde und ärgerliche Entdeckungen
Die Müllsammler stießen während ihrer Tour durchs Peenetal auf einige kuriosen Gegenstände. Neben den üblichen Flaschen und Kaffeebechern fanden sie alte Autositze, Paletten und sogar ein ganzes frisches Brot. Besonders amüsant fanden die Kinder eine Klobürste, die am Rande des Weges zur Trissower Badestelle entdeckt wurde. René Reimer, der für die Organisation im Görminer Bereich verantwortlich ist, berichtete: „Unsere Teilnehmer haben viele Flaschen, Klamotten und ausrangierte Putztücher eingesammelt – und eben auch dieses absurde frische Brot.“
Nicht nur Kuriositäten, sondern auch ärgerliche Funde prägten den Tag. Bürgermeister Dietmar Blohm zeigte sich verärgert über fünf Säcke voller Sägespäne, die am Verbindungsweg zwischen Trantow und Treuen illegal entsorgt worden waren. „Das ist schon frech, unglaublich“, kommentierte er die Situation. Die Gemeinde übernahm die Kosten für die Anlieferung eines Containers und die Entsorgung des gesammelten Mülls, der am Ende gut gefüllt war.
Generationenübergreifendes Engagement und Gemeinschaftsgefühl
Robert Junge vom Verein Dorfkind betonte, dass es bei der Aktion nicht primär um moralische Belehrungen geht, sondern darum, ein generationenübergreifendes Gemeinschaftsprojekt zu schaffen. „Es geht darum, den Kindern auf praktische Weise ein Gefühl für die Region zu vermitteln“, erklärte er. Viele Kinder, darunter Mitglieder der Jugendfeuerwehr Sassen-Trantow, waren mit Eifer bei der Sache und halfen aktiv mit.
Bürgermeister Blohm dankte allen Teilnehmern, insbesondere den langjährigen Engagierten, äußerte aber auch den Wunsch nach neuen Helfern. Nach getaner Arbeit kamen die Bewohner aus Görmin zu einem gemütlichen Beisammensein in Trissow zusammen, bei dem René Reimer und seine Frau für das Catering sorgten. Diese gemeinsame Feier rundete den erfolgreichen Frühjahrsputz ab und stärkte das Gemeinschaftsgefühl in der Region.



