Saharastaub über Deutschland: Blutregen und Temperatursturz zum Wochenende
Saharastaub bringt Blutregen nach Deutschland (11.04.2026)

Saharastaub über Deutschland: Blutregen und Temperatursturz zum Wochenende

Ein Sturmtief bei Irland saugt warme Luft aus der Sahara nach Deutschland und transportiert dabei feinen Saharastaub in unsere Breiten. Dieses meteorologische Phänomen führt am Wochenende zu sogenanntem Blutregen, wenn der Regen den Staub aus der Luft wäscht und rötliche Spuren hinterlässt.

Launisches Wochenendwetter mit deutlichen Kontrasten

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) prognostiziert für Samstag zunächst freundliches Wetter mit Sonnenschein und angenehmen Temperaturen. Im Südwesten Deutschlands, insbesondere am Oberrhein und in Freiburg, können bis zu 22 Grad erreicht werden. Auch Köln knackt möglicherweise die 20-Grad-Marke. Im Osten des Landes bleibt es dagegen deutlich kühler mit Temperaturen um nur 12 Grad.

Gegen Abend ziehen jedoch von Westen her Wolken auf, und es beginnt zu regnen. In Grenznähe zu Belgien sind sogar einzelne Gewitter möglich. Mit diesem Regen wird der Saharastaub aus der Atmosphäre gewaschen und setzt sich insbesondere auf Autos deutlich sichtbar ab.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Das Phänomen Blutregen

Blutregen entsteht, wenn Niederschlag feinen Saharastaub aus höheren Luftschichten wäscht. Der Staub färbt den Regen dabei rötlich-bräunlich ein. Bereits am Freitag wusch Regen in einigen Regionen erste Saharastaub-Partikel und Pollen aus der Luft, allerdings in noch geringer Konzentration.

Diplom-Meteorologe Dominik Jung erklärt: „Die Konzentration war aber nicht sonderlich hoch.“ DWD-Meteorologe Jens Hoffmann ergänzt: „Am Samstag kommt Saharastaub, vor allem in den Süden und Westen.“

Deutlicher Temperatursturz am Sonntag

Am Sonntag ist vom frühlingshaften Gefühl kaum noch etwas zu spüren. Nach dem Regen kühlt es insbesondere im Südwesten deutlich ab, wo die Temperaturen teilweise nur noch 7 bis 8 Grad erreichen. Im gesamten Land bleibt es meist grau und ungemütlich.

Meteorologe Karsten Brandt beschreibt den Sonntag scherzhaft als „typischen Sonntag, an dem man nicht aus dem Bett kommt“. Lediglich im Nordwesten, beispielsweise auf Sylt, zeigt sich die Sonne häufiger, allerdings bei kühlen und windigen Verhältnissen.

Das Wochenende zeigt somit die ganze Bandbreite des Frühlingswetters: von sonnigem Grillwetter über Gewitter und Blutregen bis hin zu kühlem, grauem Schmuddelwetter.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration