Babywal auf der Haut: Tätowiererin startet Tierschutzaktion
Babywal-Tattoos: Tierschutzaktion begeistert

Seit Wochen bewegt der Buckelwal Timmy, auch Hope genannt, die Menschen. Nun lebt er auf der Haut einiger Menschen fort – als realistisches Tattoo. Tätowiererin Angelina Rennert aus Hamburg startete eine besondere Aktion: Sie bietet Wal-Motive an und leitet die Spenden an den Meeresbiologen und Influencer Robert Marc Lehmann sowie dessen Verein „Mission Erde e.V.“ weiter, der sich für den Schutz der Ozeane einsetzt.

Virale Aufmerksamkeit für den Tierschutz

Die 31-jährige Tierschützerin sorgt mit ihren Tattoos derzeit für virale Aufmerksamkeit. Vor einem Monat begann sie, realistische Wal-Motive zu stechen. Obwohl der Verein sich bisher nicht meldete, zeigten viele Menschen Interesse. Um niemanden zu enttäuschen und ihr Portfolio zu erweitern, erfüllte Angelina die ersten Wünsche.

Persönliche Erinnerungen und Statements

Seitdem erreichen sie immer mehr Anfragen, auch für größere Motive. Eine Kundin ließ sich eine Orcamutter mit ihrem Baby stechen, um die Verbindung zu ihrer verstorbenen Mutter für immer festzuhalten. „Orcas stehen für Stärke, Schutz und familiären Zusammenhalt – genau das bedeutet dieses Motiv für sie“, erklärt Angelina. An Unterarmen und Fußknöcheln tragen ihre Kunden nun individuelle Tattoos.

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Zwei Kunden wählten besonders sichtbare Stellen: eine über 60-jährige Frau den hinteren Hals, ein junger Mann den Hals unterhalb des Ohrs. Angelina fragte beide, ob ihnen bewusst sei, dass sie das Tattoo ein Leben lang behalten und viele Blicke auf sich ziehen könnten. Beide entschieden sich bewusst dafür, um ein Statement für den Wal und den Tierschutz zu setzen.

Petition mit über 60.000 Unterschriften

Tierschutz liegt Angelina am Herzen. Sie engagiert sich punktuell: „Wenn ich etwas mit Tieren sehe oder mitbekomme, dann bin ich dabei.“ So startete sie eine Petition, als ein American Bully XL seinen Besitzer tötete und eingeschläfert werden sollte. Mehr als 60.000 Menschen unterstützten die Forderung nach einem Zweitgutachten. Der Hund bestand den Wesenstest und lebt heute in einer Tierschutzeinrichtung.

Leidenschaft fürs Tätowieren

Angelina möchte sowohl als Tierschützerin als auch als Tätowiererin wahrgenommen werden. Seit 2024 betreibt sie in Hamburg ihr Studio Nouvellé, tätowiert aber bereits seit 2017. Anfangs brachte sie sich das Tätowieren selbst bei, später absolvierte sie eine Onlineschulung bei dem bekannten Hamburger Tätowierer Harry Weiß. Parallel schloss sie Ausbildungen zur Einzelhandelskauffrau und Erzieherin ab. Ihre Leidenschaft setzte sich durch, und sie wagte den Schritt in die Selbstständigkeit. In den kommenden Jahren will sie ihr Studio ausbauen, spezialisiert auf Porträts.

Hoffnung auf Kooperation

Angelina hofft, dass der Verein von Robert Marc Lehmann auf ihr Können und ihren Tierschutzgedanken aufmerksam wird. Idealerweise starten beide eine gemeinsame Aktion. Sie könnte sich vorstellen, in andere Städte zu reisen und dort ihre Tattoo-Dienstleistungen gegen Spenden für den Verein anzubieten. So soll eine Erinnerung an den Buckelwal bleiben, der hoffentlich viele Menschen zum Nachdenken anregte.

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