Umweltminister Backhaus schließt Herkunft des Fischernetzes aus Mecklenburg-Vorpommern aus
Bei einer Pressekonferenz am Dienstagnachmittag gab Umweltminister Till Backhaus (SPD) eine wichtige Klarstellung zum Fund eines Fischernetzes im Maul eines Buckelwals bekannt. Das Tier hatte sich vor der Ostsee-Insel Poel aufgehalten, wo das Netz entdeckt und teilweise entfernt wurde, als der Wal sich in der Nähe von Wismar befand.
Garantie für regionale Unschuld
„Wir können garantieren, dass das Netz, das er mitgeschleppt hat, nicht aus unseren Gefilden kommt“, betonte Backhaus mit Nachdruck. Der Minister erklärte weiter, dass diese spezifische Art von Fischernetzen in Mecklenburg-Vorpommern überhaupt nicht zum Einsatz komme. Damit wies er jegliche Verbindung des Fundes zur regionalen Fischereipraxis zurück.
Die Entdeckung des Netzes im Maul des Meeressäugers hatte in den vergangenen Tagen für Aufsehen gesorgt und Fragen nach der Herkunft der Fischereiausrüstung aufgeworfen. Backhaus nutzte die Gelegenheit, um die Umweltpolitik des Landes in Schutz zu nehmen und mögliche Vorwürfe zu entkräften.
Hintergrund des Vorfalls
Der Buckelwal war zunächst vor Poel gesichtet worden, wo sich das Netz in seinem Maul verfangen hatte. Bei späteren Beobachtungen in der Wismarer Bucht gelang es Experten, einen Teil der Fangleinen zu entfernen. Die genaue Herkunft des Materials bleibt jedoch weiterhin unklar und wird nun auf überregionaler Ebene untersucht.
Umweltminister Backhaus betonte, dass Mecklenburg-Vorpommern strenge Richtlinien für die Fischerei habe und solche Netze nicht im Einsatz seien. „Dieser Vorfall unterstreicht die Bedeutung einer verantwortungsvollen Fischereipraxis in allen Küstenregionen“, fügte er hinzu. Die Landesregierung werde den Fall weiter verfolgen und mit anderen Bundesländern sowie internationalen Partnern zusammenarbeiten, um die Quelle des Netzes zu identifizieren.



