Gestrandeter Buckelwal in Mecklenburg-Vorpommern: Umweltminister Backhaus beruhigt nach nächtlicher Kontrolle
Buckelwal gestrandet: Minister Backhaus nach nächtlicher Kontrolle

Gestrandeter Buckelwal in der Bucht von Poel: Umweltminister Backhaus nach nächtlicher Inspektion

In einer nächtlichen Kontrollaktion hat sich Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) persönlich einen Eindruck vom Zustand des gestrandeten Buckelwals in der Bucht der Insel Poel verschafft. Gemeinsam mit Fachleuten der Landesfischereiaufsicht näherte sich der Minister mit einem Boot dem beeindruckenden Meeressäuger bis auf etwa 500 Meter.

„Der Wal liegt ruhig“ – aber gestresst

„Der Wal liegt ruhig“, berichtete Backhaus im Anschluss an die nächtliche Inspektion. Allerdings zeigten sich deutliche Anzeichen von Stress bei dem Tier. Die Atemfrequenzen des Buckelwals lagen zunächst zwischen zwei und vier Minuten, wurden im Verlauf der Beobachtung jedoch wieder langsamer. Dies deutet laut dem Umweltminister darauf hin, dass der Wal von den Ereignissen des vergangenen Tages sichtlich mitgenommen ist.

Wechselhaftes Schicksal des Meeressäugers

Die Geschichte des gestrandeten Wals ist von wechselhaften Entwicklungen geprägt. Am Montagmorgen hatte sich das Tier bei steigendem Wasserstand zunächst aus eigener Kraft freischwimmen können, nur um zwei Stunden später erneut im hüfttiefen Wasser der Bucht festzuliegen. Am Abend waren noch einmal Bewegungen in Richtung der tiefen Fahrrinne zu beobachten, bevor der Wal schließlich wieder zur Ruhe kam.

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Umweltminister Backhaus betonte, dass es richtig gewesen sei, den Wal zunächst ruhen zu lassen und von weiteren Mobilisierungsversuchen abzusehen. Allerdings steht die Zeit gegen die Helfer: In der Nacht wird mit sinkendem Wasserstand gerechnet, was die Situation für den gestrandeten Buckelwal weiter verschärfen könnte.

Abwartende Haltung der Behörden

Der Minister geht nicht davon aus, dass der Buckelwal noch in der Nacht weitere Schwimmversuche unternehmen wird. „Es gilt abzuwarten, was in den kommenden Stunden geschehe“, erklärte Backhaus mit Blick auf die ungewisse Zukunft des Meeressäugers. Die Wasserschutzpolizei wird weiterhin in der Nähe des Tieres bleiben, um dessen Zustand kontinuierlich zu überwachen und bei Bedarf einzugreifen.

Die Rettungsaktion für den gestrandeten Buckelwal bleibt damit eine Herausforderung für alle Beteiligten. Fachleute und Behörden beobachten die Entwicklung mit großer Sorgfalt, während der gestresste Wal in der Bucht von Poel auf bessere Bedingungen wartet.

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