Capybara Samba entwischt aus britischem Zoo: Wasserschwein auf der Flucht in England
Ein Wasserschwein namens Samba hat sich aus einem Zoo in Südengland befreit und ist seit knapp zwei Wochen auf der Flucht. Das neun Monate alte Weibchen nutzte ein Loch im Zaun seines neuen Geheges, um gemeinsam mit seiner Schwester Tango zu entkommen. Während Tango schnell wieder eingefangen wurde, gelang es Samba, unterzutauchen und Suchteams, Hundestaffeln und Drohnen auszutricksen.
Ausbruch und erste Sichtungen
Samba und Tango waren am 16. März von einem Wildpark in Suffolk in den Marwell Zoo bei Winchester umgesiedelt worden. Bereits am nächsten Tag fanden die Tiere eine Schwachstelle im Zaun und nutzten diese für ihre Flucht. Laut Laura Read, der Geschäftsführerin des Zoos, wurden umfangreiche Suchmaßnahmen eingeleitet, darunter Spezialhundestaffeln zur Fährtenverfolgung und Wärmebilddrohnen. Trotzdem blieb Samba bisher unentdeckt, obwohl sie mehrfach gesichtet wurde – unter anderem im Biergarten eines Pubs und beim Sonnenbaden am Ufer des Flusses Itchen.
Eigenschaften und Herausforderungen der Suche
Capybaras, auch als Wasserschweine bekannt, sind die größten Nagetiere der Welt und können bis zu 66 Kilogramm wiegen sowie Geschwindigkeiten von bis zu 35 Stundenkilometern erreichen. Ihre Fähigkeit, bis zu fünf Minuten unter Wasser zu bleiben, macht die Suche zusätzlich schwierig. Der Zoo hat eine rund um die Uhr besetzte Hotline eingerichtet und bittet die Öffentlichkeit um Mithilfe. Eine Anwohnerin filmte Samba vergangenen Sonntag beim Baden im Fluss Itchen, doch Versuche, sie mit Fischernetzen einzufangen, scheiterten.
Soziale Natur und historische Vorfälle
Der Marwell Zoo äußert Besorgnis über die Trennung der Geschwister, da Wasserschweine sehr soziale Wesen sind und allein nicht gut zurechtkommen. Berichten zufolge waren vor 30 Jahren bereits zwei Wasserschweine aus demselben Zoo entkommen und in einem nahegelegenen Wassergebiet aufgegriffen worden, das nun auch im Fokus der aktuellen Suche steht. Natürliche Fressfeinde gibt es für die aus Südamerika stammenden Tiere in Großbritannien nicht, sodass Samba vorerst in Sicherheit schwebt.
Phänomen in sozialen Medien
In sozialen Netzwerken erfreuen sich Capybaras seit Jahren großer Beliebtheit, da sie als besonders entspannte Tiere gelten. Videos von ihnen beim Kuscheln oder im Wasser werden millionenfach aufgerufen. Lokale Facebook-Gruppen wurden inzwischen mit KI-generierten Bildern überschwemmt, die Samba in humorvollen Situationen wie beim Friseurbesuch oder als Pizzabotin zeigen. Dies unterstreicht den anhaltenden Hype um die charismatischen Nagetiere.



