Grausamer Fund an Bushaltestelle: 20 Meerschweinchen ohne Versorgung ausgesetzt
In einem erschütternden Fall von Tierquälerei hat die Polizei Rosenheim die Fahndung nach einem unbekannten Täter aufgenommen. Wie die Behörden mitteilten, wurden am Donnerstagmorgen insgesamt 20 Meerschweinchen unter qualvollen Bedingungen an einer Bushaltestelle in Söchtenau im Landkreis Rosenheim ausgesetzt.
Autofahrer entdecken hilflose Tiere in Kisten
Aufmerksame Autofahrer entdeckten gegen 8.30 Uhr zwei merkwürdige Kisten an der Bushaltestelle im Söchtenauer Ortsteil Reischach und alarmierten umgehend die Polizei. Die eingetroffenen Beamten öffneten die Behälter und fanden darin 20 völlig verängstigte Meerschweinchen vor, die dringend Hilfe benötigten.
„Die Kisten waren zwar mit Stroh ausgelegt, aber es befand sich weder Nahrung noch Flüssigkeit im Inneren“, berichtet ein Polizeisprecher. Die Tiere hatten somit keinen Zugang zu lebensnotwendigem Wasser und Futter und wären ohne die zufällige Entdeckung vermutlich qualvoll verendet.
Alle Tiere überleben – Ermittlungen laufen
Zum Glück überlebten alle Meerschweinchen die Strapazen. Nach der Bergung durch die Polizei wurden die Tiere in Absprache mit den Behörden in ein örtliches Tierheim gebracht, wo sie nun medizinisch versorgt und betreut werden.
Die Rosenheimer Polizei hat umgehend Ermittlungen wegen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz aufgenommen. Die Beamten gehen davon aus, dass der oder die Täter die Tiere gezielt und bewusst an der abgelegenen Bushaltestelle zurückgelassen haben.
Polizei appelliert an die Bevölkerung
„Wir bitten dringend um Mithilfe aus der Bevölkerung“, erklärt die Polizeidirektion Rosenheim. Zeugen, die verdächtige Personen oder Fahrzeuge in der Nähe der Bushaltestelle in Söchtenau-Reischach beobachtet haben, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 08031/200-2200 zu melden.
Besonders gesucht werden Hinweise auf:
- Personen, die in den frühen Morgenstunden des 16. April 2026 in der Gegend unterwegs waren
- Fahrzeuge, die an der Bushaltestelle gehalten haben
- Verdächtige Beobachtungen im Umfeld der Fundstelle
Der Fall zeigt erneut, wie wichtig ein verantwortungsvoller Umgang mit Haustieren ist. Wer Tiere nicht mehr halten kann, sollte sich stets an Tierheime oder Tierschutzorganisationen wenden, anstatt die Lebewesen schutzlos sich selbst zu überlassen.



