Hannover 96: Noah Weißhaupt engagiert sich für Tierschutz und rettet obdachlose Hunde
Bei diesem Fußball-Profi wird Tierschutz großgeschrieben. Seit Jahren engagiert sich Hannover 96-Angreifer Noah Weißhaupt (24) leidenschaftlich für Vierbeiner in Europa. Der Spieler möchte das Leben der Hunde nachhaltig verbessern und plant, bald auch konkrete Projekte in Hannover ins Leben zu rufen.
Persönlicher Einsatz für Tiere in Not
„Ich will auch hier etwas starten“, erklärt die Freiburg-Leihgabe im Gespräch. „Wenn jemand Hinweise hat, wo ich Tieren helfen kann, kann er sich gerne bei mir melden. Ich schaue dann, wo genau ich unterstützen kann.“ Weißhaupt betont seinen persönlichen Ansatz: „Ich gehe überall persönlich in die Tierheime, frage, was sie brauchen. Und versuche dann, mit Spenden zu helfen und vor Ort auch selbst mit anzufassen oder mit den Tieren Gassi zu gehen. Ich liebe Tiere, auf mich kann man immer zählen.“
Zwei eigene Hunde aus griechischem Tierheim
Woher kommt sein großes Herz für Hunde? „Ich habe vor allem durch meine Verlobte Jana angefangen, mich dem Tierschutz zu widmen“, verrät Weißhaupt. „Ich bin mit Hunden aufgewachsen und habe jetzt selbst zwei. Lini und Bambi habe ich aus einem Tierheim in Griechenland. Beide wurden damals im Müll gefunden und das Tierheim hat sie aufgelesen.“
Für seine Hündin Lini nahm der Fußballprofi besondere Strapazen auf sich: „Ich habe sie damals 20 Stunden mit einem Transporter von Griechenland nach Deutschland gebracht. Sie war komplett verschnupft. Es war ein Drama und ständiges Hin und Her. Jetzt geht es ihr gut und das zeigt sie auch. Tiere sind einfach unfassbar dankbar. Seitdem ich Hunde habe, gibt es selten Tage, an denen ich richtig schlecht gelaunt bin. Sie muntern mich auf.“
Konkrete Hilfsmaßnahmen geplant
Jetzt will Weißhaupt weiteren Vierbeinern helfen. „Wir gucken in Tierheimen, was wir verbessern können“, sagt der Spieler. „Manche Hunde liegen da auf Steinmatten, denen ist kalt und sie haben nicht viel. Weil der Tierschutz vielerorts grundsätzlich nicht viel Geld zur Verfügung hat, will ich helfen und versuchen, Spenden zu sammeln, den Tieren Geschenke zu machen wie Kuscheltiere, Essen zu bringen oder Tierheimen gewisse Wünsche zu erfüllen.“
Kritik an Hundezüchtern
Einen gesellschaftlichen Missstand spricht Weißhaupt dabei offen an: „Es gibt so viele Hunde auf dieser Welt, die eine Familie und Liebe suchen“, betont er. „Dem gegenüber steht eine wachsende Zahl an Hundezüchtern, was ich eher kritisch sehe. Man kann jederzeit in ein Tierheim gehen. Da warten seit Jahren so viele Hunde, die ein Zuhause brauchen. Und trotzdem holen sich viele Menschen beim Züchter einen Hund. Das ist für mich persönlich nicht ganz verständlich. Man sollte sich lieber gut überlegen, ob man sich einen Zuchthund holt, der oft schon unter Schmerzen zur Welt kommt.“
Bei ihm selbst ist tierischer Nachwuchs bereits in Planung: „Ich will jetzt noch einen dritten Hund haben. Dafür fahre ich selbst nach Griechenland oder Rumänien und werde einen von der Straße retten.“



