Hirsch Rehné an A7 bei Soltau: Polizei erhält Hunderte Anrufe monatlich
Hirsch Rehné an A7: Hunderte Anrufe bei Polizei

Hirsch Rehné wird zur tierischen Attraktion an der A7 bei Soltau

Seit mehr als zweieinhalb Jahren sorgt ein putzmunterer Hirsch an der Autobahn 7 bei Soltau für Aufsehen. Die Polizei im Heidekreis verzeichnet jeden Monat Hunderte Anrufe besorgter Autofahrer, die das Tier in der Nähe der Fahrbahn gesichtet haben. Das Tier, das von den Beamten liebevoll Rehné getauft wurde, ist zu einer regelrechten lokalen Berühmtheit geworden.

Ein einsamer Hirsch mit Gewohnheiten

Polizeioberkommissar Tarek Gibbah erklärt: „Uns ist er seit zweieinhalb Jahren bekannt, wir haben ihn immer nur allein gesehen.“ Der Name Rehné entstand, als das Tier noch jung war und für einige Beobachter wie ein Reh aussah. Inzwischen ist der Hirsch etwa drei Jahre alt und hat sich offenbar an den Verkehr gewöhnt.

Jagdpächter Kai Hellwinkel, der das Tier häufig beobachtet und es Hugo nennt, berichtet: „An den Verkehr hat er sich gewöhnt.“ Er vermutet, dass der einsame Hirsch in diesem Gebiet geboren wurde und nichts anderes kennt. Eine Partnersuche habe Rehné bisher nicht unternommen.

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Keine Unfälle trotz regelmäßiger Sichtungen

An der Abfahrt Soltau-Süd in Richtung Hannover ist Rehné regelmäßig von der Autobahn aus zu sehen. Bisher sind keine Unfälle mit dem Tier gemeldet worden. Der Hirsch hält meist einen sicheren Abstand zur Fahrbahn und zieht sich nach seinen Ausflügen in das angrenzende Waldgebiet zurück.

Eine Risikoanalyse der Autobahnmeisterei kam zu dem Ergebnis, dass die Gefahr schwerer Unfälle begrenzt ist. Dennoch ergreifen die Behörden Vorsichtsmaßnahmen.

Hinweisschilder und Appelle an Autofahrer

Um die Verkehrsteilnehmer für Wildwechsel zu sensibilisieren, sollen nun Hinweisschilder aufgestellt werden, die speziell auf Rehné aufmerksam machen. Die Polizei appelliert zudem an alle Autofahrer, im Falle einer Sichtung nicht abrupt zu bremsen oder anzuhalten, um keine Gefährdungssituationen zu provozieren.

Die Geschichte des einsamen Hirsches, der sich an den Lärm der A7 gewöhnt hat, bleibt ein kurioses und zugleich beruhigendes Beispiel für das Zusammenleben von Wildtieren und menschlicher Infrastruktur.

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