Merseburg startet umfangreichen Umbau des Luchsgeheges im Südpark
Die Stadt Merseburg hat ambitionierte Pläne für eine grundlegende Neugestaltung des Luchsgeheges im Südpark vorgestellt. Die beiden Luchsdamen Kira und Kora, die seit Jahren in der Parkanlage beheimatet sind, sollen künftig deutlich mehr Platz, verbesserte Klettermöglichkeiten und ein komplett neues Freigehege erhalten. Der Umbau soll noch in diesem Jahr beginnen und markiert einen wichtigen Schritt hin zu einer artgerechteren Haltung der Wildkatzen.
Von knapp 100 Quadratmetern zu deutlich mehr Bewegungsfreiheit
Derzeit stehen den beiden Luchsen jeweils nur knapp 100 Quadratmeter Fläche zur Verfügung – eine Situation, die laut Stadtverwaltung zwar gesetzlichen Vorschriften entspricht, aber dennoch verbesserungswürdig ist. „Wir sind mit dem aktuellen Stand absolut nicht zufrieden“, erklärt Siiri Drechsel, Leiterin des Straßen- und Grünflächenamts. Die meisten Merseburger Bürger und städtischen Mitarbeiter seien sich seit Jahren einig, dass die Tiere deutlich mehr Platz benötigen.
Die geplanten Umbaumaßnahmen umfassen nicht nur eine Vergrößerung der Gehegefläche, sondern auch die Einrichtung zusätzlicher Klettermöglichkeiten. Die Luchse sollen künftig über mehr Felsen und Stämme verfügen, die ihrem natürlichen Bewegungsdrang entgegenkommen. Besonders hervorzuheben ist die Planung eines komplett neuen Freigeheges, das den Tieren noch mehr Auslauf und abwechslungsreichere Lebensbedingungen bieten soll.
Vorteile für Tiere und Besucher gleichermaßen
Der Umbau des Luchsgeheges bringt nicht nur Vorteile für die Tiere selbst, sondern auch für die Besucher des Südparks. Durch die artgerechtere Haltung und die erweiterten Gehegeflächen werden die Luchse natürlichere Verhaltensweisen zeigen können, was das Besuchererlebnis deutlich bereichern wird. Die Stadt Merseburg betont, dass die Maßnahmen sowohl dem Tierschutz als auch der Attraktivität des Parks dienen sollen.
Die genauen Details der Umbaumaßnahmen werden derzeit finalisiert, doch steht bereits fest, dass die Arbeiten noch in diesem Jahr beginnen sollen. Die Stadtverwaltung zeigt sich entschlossen, die Haltungsbedingungen für Kira und Kora nachhaltig zu verbessern und setzt damit ein Zeichen für modernen, tiergerechten Artenschutz im städtischen Raum.



