Die Rettung des Wals Timmy sorgt weiter für Schlagzeilen. Nun hat sich die Geldgeberin der Aktion, die Millionärin Karin Walter-Mommert, zu Wort gemeldet und geht dabei hart mit Umweltminister Till Backhaus ins Gericht. Sie verrät exklusiv, was die Rettungsaktion bislang gekostet hat.
Ein Mahnmal als Denkmal der Schande?
Umweltminister Till Backhaus hatte vorgeschlagen, dem Wal Timmy ein Mahnmal zu setzen. Für Karin Walter-Mommert wäre dies jedoch ein Denkmal der Schande. Sie verliert die Contenance und wirft dem Minister Versagen vor. „Die Rettung von Timmy war eine Herzensangelegenheit, aber die Bürokratie und die fehlende Unterstützung aus der Politik haben alles erschwert“, so die Millionärin im Interview.
Die Kosten der Rettungsaktion
Walter-Mommert verrät, dass die Rettungsaktion bislang rund 250.000 Euro verschlungen hat. Diese Summe sei aus eigener Tasche geflossen. „Ich habe nicht gezögert, aber es ist frustrierend, wenn die Politik nicht mitzieht“, erklärt sie. Die Kosten setzen sich zusammen aus Tierarztrechnungen, Transport und der täglichen Versorgung des Wals.
Kritik an Minister Backhaus
Die Millionärin wirft Backhaus vor, sich nicht ausreichend für den Schutz von Walen einzusetzen. Stattdessen wolle er nun ein Mahnmal errichten, das die wahren Probleme nicht löse. „Ein Denkmal hilft keinem Wal. Wir brauchen konkrete Maßnahmen, nicht nur Symbolpolitik“, betont Walter-Mommert. Sie fordert den Minister auf, sich persönlich für den Tierschutz einzusetzen und die Rettung von Meeressäugern zu unterstützen.
Reaktionen aus der Politik
Bislang hat sich Umweltminister Backhaus nicht zu den Vorwürfen geäußert. Sein Ministerium betont jedoch, dass man die Rettungsaktion von Anfang an begleitet habe. „Wir sind mit allen Beteiligten im Austausch und prüfen, wie wir zukünftig besser helfen können“, so ein Sprecher. Die Debatte um Wal Timmy und die Rolle der Politik dürfte damit noch nicht beendet sein.



