Großangelegte Suche nach Buckelwal in der Ostsee
Die Suche nach dem in der Ostsee vor Timmendorfer Strand befreiten Buckelwal geht weiter. Seit dem frühen Morgen fährt ein Boot der Wasserschutzpolizei die Küste ab, um den Meeressäuger zu lokalisieren. Das Seegebiet erstreckt sich über rund 65 Küstenkilometer von der schleswig-holsteinischen Landesgrenze bis nach Warnemünde in Mecklenburg-Vorpommern.
Riesiges Suchgebiet stellt Herausforderung dar
Ein Sprecher der Wasserschutzpolizei betonte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur die Dimensionen der Suchaktion: „Das Seegebiet ist ziemlich riesig, das ist eine große Fläche für ein Boot, das ist schon Glückssache.“ Das Polizeiboot „Uecker“ durchkämmt systematisch die Küstengewässer, während parallel dazu das Boot „Walfisch“ auf Streife unterwegs ist und die Suche indirekt unterstützt.
Bis 18.00 Uhr soll zunächst nach dem Zufallsprinzip gesucht werden, anschließend übernimmt je nach Entwicklung eine Nachtschicht. Drohnen werden bei der aktuellen Suche nicht eingesetzt, stattdessen setzen die Behörden auch auf Meldungen von Sportbooten, die sich in dem Gebiet aufhalten.
Wal hatte sich selbst befreit
Der Buckelwal hatte sich in der Nacht auf Freitag nach tagelangen Bemühungen zahlreicher Helfer selbst von einer Sandbank vor Timmendorfer Strand befreit. Durch eine per Bagger ausgegrabene Rinne konnte das Tier zurück in tiefere Gewässer schwimmen. Experten zeigen sich jedoch besorgt, nachdem der Wal zuletzt in Küstennähe gesichtet wurde.
Am Freitag war der Meeressäuger noch vor Warnkenhagen in Nordwestmecklenburg beobachtet worden. Mitglieder der Meeresschutzorganisation Sea Shepherd sowie von Greenpeace begleiteten ihn mehrere Stunden lang mit Schlauchbooten, bevor sie die Beobachtung beendeten. Seitdem wurden keine neuen Sichtungen gemeldet.
Ungewisse Zukunft für den Meeressäuger
Die Suche gestaltet sich aufgrund der enormen Fläche des Suchgebiets und der unvorhersehbaren Bewegungen des Wals äußerst schwierig. Die Behörden hoffen auf Meldungen von zufälligen Beobachtern, während gleichzeitig die systematische Durchsuchung der Küstengewässer fortgesetzt wird. Die Gesundheit und der Verbleib des Buckelhals in der Ostsee bleiben ungewiss, nachdem er sich aus der Strandungssituation befreien konnte.



