Zeckenstiche bei Hunden: Diese gefährlichen Krankheiten können übertragen werden
Zeckenstiche bei Hunden: Diese Krankheiten drohen

Die unsichtbare Gefahr im Hundefell: Zecken und ihre Krankheiten

Ein friedlicher Spaziergang durch Wald und Wiesen kann für Hunde ungeahnte Risiken bergen. Während der Vierbeiner fröhlich durchs Gras schnüffelt, können sich winzige Parasiten unbemerkt im Fell festsetzen. Zecken sind nicht nur lästig, sondern übertragen auch gefährliche Krankheitserreger, die die Gesundheit von Hunden ernsthaft bedrohen können.

Warum Zeckenstiche so tückisch sind

Viele Zeckenstiche bleiben beim Hund völlig unentdeckt, besonders bei Tieren mit langem oder dichtem Fell. Die Parasiten sind winzig und oft kaum zu erkennen, bis sie sich bereits vollgesaugt haben. Genau diese Unauffälligkeit macht Zecken so gefährlich, denn je länger sie Blut saugen, desto höher wird das Risiko einer Krankheitsübertragung.

Zecken lauern nicht nur in Wäldern, sondern auch in Gärten, Parks und an Wegesrändern. Sie gehören zu den häufigsten Parasiten bei Hunden in Deutschland und gelangen meist während des Gassigehens ins Fell. Ein gründliches Absuchen nach jedem Spaziergang ist daher unerlässlich, um Zecken frühzeitig zu entfernen und Infektionen zu verhindern.

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Diese Krankheiten können Zecken übertragen

Mehrere ernstzunehmende Erkrankungen werden durch Zeckenstiche auf Hunde übertragen. Nicht jeder Stich führt automatisch zu einer Infektion, aber das Risiko steigt mit der Dauer, die die Zecke am Tier saugt.

  • Anaplasmose: Diese bakterielle Erkrankung wird meist erst nach etwa 36 Stunden übertragen. Viele Hunde zeigen keine Symptome, während andere mit Fieber, Abgeschlagenheit oder Blutungen reagieren. Die Behandlung erfolgt mit Antibiotika.
  • Borreliose: Nur etwa 5 bis 10 Prozent der infizierten Hunde entwickeln tatsächlich Symptome. Diese können Fieber, Appetitlosigkeit und geschwollene Gelenke umfassen. In manchen Fällen bleiben Gelenkprobleme dauerhaft bestehen.
  • Babesiose (Hundemalaria): Diese Erkrankung zerstört rote Blutkörperchen und zeigt sich durch Fieber, Mattigkeit und verfärbten Urin. Unbehandelt kann Babesiose tödlich enden.
  • FSME: Eine seltene, aber schwere Erkrankung des Nervensystems, die zu Krampfanfällen, Lähmungen und im schlimmsten Fall zum Tod führen kann. Eine gezielte Behandlung gibt es meist nicht.

Schutzmaßnahmen für Ihren Hund

In Deutschland sind vor allem drei Zeckenarten relevant: der Gemeine Holzbock, die Auwaldzecke und die Braune Hundezecke. Diese unterscheiden sich in ihren bevorzugten Lebensräumen und den Krankheiten, die sie übertragen können.

Der beste Schutz besteht in einer Kombination verschiedener Maßnahmen:

  1. Tägliches Absuchen: Untersuchen Sie Ihren Hund nach jedem Aufenthalt im Freien gründlich, besonders in den warmen Monaten.
  2. Zeckenmittel verwenden: Nutzen Sie geeignete Präparate wie Spot-ons, Halsbänder oder Tabletten, die Zecken abwehren oder abtöten.
  3. Risikogebiete meiden: Vermeiden Sie hohes Gras und Unterholz, besonders in Zecken-Hochrisikogebieten.
  4. Schnelles Entfernen: Entdecken Sie eine Zecke, entfernen Sie sie umgehend mit einer speziellen Zeckenzange oder -karte.

Was zunächst wie ein harmloser Stich erscheint, kann ernste gesundheitliche Folgen für Ihren Hund haben. Durch aufmerksame Beobachtung und konsequente Vorsorgemaßnahmen können Sie das Risiko einer Erkrankung deutlich reduzieren und die Gesundheit Ihres Vierbeiners schützen.

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