Bitkom-Studie belegt klaren Trend: Firmenhandys erobern den Arbeitsalltag
Immer mehr deutsche Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erhalten von ihren Unternehmen ein Diensthandy. Laut einer aktuellen repräsentativen Studie des Digitalverbands Bitkom nutzen mittlerweile 56 Prozent der Beschäftigten ein Firmengerät für ihre berufliche Kommunikation. Dieser Wert markiert einen deutlichen Anstieg im Vergleich zu vor drei Jahren, als lediglich 46 Prozent der Arbeitnehmer mit einem Diensthandy ausgestattet waren.
Persönliche Smartphones dominieren die Dienstgeräte-Landschaft
Die überwiegende Mehrheit der Beschäftigten, die ein Firmenhandy erhalten, bekommt dabei ein persönliches Smartphone zur alleinigen Verwendung. Konkret sind es 95 Prozent, die ihr eigenes Dienstgerät nutzen können. Lediglich 3 Prozent der Arbeitnehmer müssen sich ein Gerät mit Kolleginnen oder Kollegen teilen, was auf eine zunehmende Individualisierung der Arbeitsmittel hindeutet.
Private Nutzung wird zur Selbstverständlichkeit
Ein besonders interessanter Aspekt der Studie betrifft die private Nutzung der Dienstgeräte. 93 Prozent der Beschäftigten ist es von ihren Arbeitgebern gestattet, das Firmenhandy auch für private Zwecke zu verwenden. Im Jahr 2023 lag dieser Wert noch bei 88 Prozent, was eine klare Liberalisierungstendenz zeigt. Nur 3 Prozent der Unternehmen verbieten die private Nutzung ausdrücklich.
Dieses Angebot wird von den Beschäftigten auch aktiv angenommen: Von denjenigen, denen die Privatnutzung erlaubt ist, setzen 88 Prozent das Firmenhandy tatsächlich auch privat ein. Lediglich 9 Prozent verzichten freiwillig darauf, was die hohe Akzeptanz dieser Praxis unterstreicht.
Rückgang der beruflichen Privathandy-Nutzung
Parallel zur Zunahme der Firmenhandys beobachtet die Studie einen deutlichen Rückgang bei der umgekehrten Praxis. Immer weniger Beschäftigte nutzen ihr Privathandy für geschäftliche Zwecke. Der Anteil fiel von 36 Prozent im Jahr 2023 auf aktuell nur noch 26 Prozent. Diese Entwicklung deutet auf eine zunehmende Trennung zwischen beruflicher und privater Kommunikation hin, die durch die Bereitstellung von Dienstgeräten ermöglicht wird.
Methodik der repräsentativen Studie
Für die repräsentative Studie befragte Bitkom Research Anfang des Jahres 2026 bundesweit 1.006 Personen ab 16 Jahren. Darunter befanden sich 495 Menschen, die aus beruflichen Gründen mobil telefonieren. Die Ergebnisse zeigen somit ein zuverlässiges Bild der aktuellen Entwicklungen im Bereich der mobilen Arbeitskommunikation in Deutschland.



