HSV verpasst Rettung: 1:2-Niederlage gegen Hoffenheim
HSV verpasst Rettung: 1:2 gegen Hoffenheim

HSV verpasst die Rettung: 1:2-Niederlage gegen Hoffenheim

Eigentlich hatten am Samstag alle Abstiegs-Konkurrenten für den Hamburger SV gespielt. Nach den Ergebnissen am Nachmittag hätte der HSV mit einem Sieg den Abstand auf Relegationsrang 16 auf acht Zähler ausbauen können. Auch ein Remis hätte drei Spieltage vor Schluss ein ordentliches Sechs-Punkte-Polster bedeutet. Doch daraus wurde nichts. Die Hamburger verlieren das Bundesliga-Topspiel gegen die TSG Hoffenheim mit 1:2. Besonders bei den beiden Gegentoren war die HSV-Abwehr im Tiefschlaf und machte den Gästen das Toreschießen leicht.

Spielverlauf: HSV-Abwehr patzt zweimal

Bereits in der 18. Minute zeigte sich die Defensive der Gastgeber unsortiert. Hoffenheims Coufal rettete den Ball gekonnt vor dem Seitenaus, während Gegenspieler Mikelbrencis, der den verletzten Muheim als Linksverteidiger ersetzte, viel zu weit weg war. Nach Coufals Flanke stand Asllani völlig frei und konnte aus kurzer Distanz problemlos abschließen. In der 45. Minute wiederholte sich das Muster: Nach einem geklärten Einwurf kam Vieira zu spät gegen Hajdari, und Mikelbrencis sowie Omari ließen Lemperle am zweiten Pfosten völlig ungedeckt. Der musste ebenfalls nur einschieben. So verpennte der HSV die Rettung.

Glatzel trifft per Elfmeter – und hat Grund zum Jubeln

Abgesehen von den Patzern zeigte der HSV eine weitgehend ordentliche Vorstellung. Zunächst legten die Fans los, die auf der Nordtribüne eine XXL-Choreo mit dem Stadtwappen präsentierten. Dann das Team, das gerade vor der Pause mutiger als zuletzt auftrat. Die schöne Geschichte des Spiels war der zwischenzeitliche Ausgleich: Stürmer Robert Glatzel (32) holte nach einem schlimmen Kabak-Patzer erst gegen DFB-Keeper Baumann einen Elfmeter heraus und verwandelte dann selbst (34. Minute). Beim Jubel steckte er sich den Ball unters Trikot und zeigte mit seinem symbolischen Babybauch auf die Tribüne. Der Angreifer wird zum dritten Mal Vater, seine Ehefrau Natasa erwartet ein Kind.

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Klassenerhalt trotz Niederlage weiter möglich

Dank der Patzer der Konkurrenz kommt der HSV auch trotz der Pleite dem Ziel Klassenerhalt immer näher – fünf Punkte auf Platz 16 bei nur noch drei Spielen. Allerdings ist die Tendenz mit nur einem Sieg aus den vergangenen zehn Partien weiterhin nicht gut. Für Sieger Hoffenheim lohnte sich der erste Ausflug ins Volksparkstadion seit achteinhalb Jahren. Die TSG rutscht zumindest bis Sonntag wieder auf den ersehnten Champions-League-Platz 4 und ist nach dem Erfolg in der Vorwoche gegen Dortmund wieder in der Spur.

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