Zverevs Nachtschicht: Viertelfinal-Einzug in Madrid nach hartem Kampf
Zverev erreicht Viertelfinale in Madrid nach Nachtschicht

Alexander Zverev hat in einer Nachtschicht das Viertelfinale beim Masters-1000-Turnier in Madrid erreicht. Der 29-jährige Deutsche setzte sich im Achtelfinale gegen den Tschechen Jakub Mensik (20) mit 6:4, 6:7 (4:7), 6:3 durch. Der Sieg des Weltranglistendritten stand aufgrund der späten Ansetzung und einer Spieldauer von 2:18 Stunden erst um 1:22 Uhr in der Nacht fest.

Ein Match mit vielen Wendungen

„Ich bin definitiv glücklich mit dem Match und dem Sieg“, sagte Zverev nach dem Spiel. Im ersten Satz zeigte der Olympiasieger von 2021 eine überzeugende Leistung und dominierte das Geschehen. Doch im zweiten Durchgang kam Mensik besser ins Spiel und erzwang einen Tiebreak, den er für sich entschied. Im dritten Satz steigerte sich Zverev erneut, nachdem er zwischenzeitlich seinen Schläger aus Frust zu Boden geworfen hatte. Mit dem ersten Matchball sicherte er sich schließlich den Sieg.

Nächster Gegner: Flavio Cobolli

Im Kampf um das Halbfinal-Ticket trifft der Weltranglistendritte auf den Italiener Flavio Cobolli, der Zverev kürzlich im Halbfinale von München besiegt hatte. Für Zverev ist es bereits das sechste Mal, dass er beim Sandplatzturnier in der spanischen Hauptstadt in der Runde der besten Acht steht. Körperliche Einschränkungen waren dem Deutschen äußerlich nicht anzumerken, obwohl er tags zuvor nach seinem Sieg gegen Terence Atmane über physische Probleme geklagt hatte, ohne diese näher zu benennen.

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Zverev hoffte auf langes Frauenmatch

Zverev, bekennender Bayern-Fan, hatte gehofft, dass sich das vor ihm angesetzte Frauenmatch zwischen Aryna Sabalenka und Hailey Baptiste in die Länge zieht, damit er noch etwas vom Champions-League-Kracher der Münchner bei Paris St. Germain mitbekommen könne. Die Weltranglistenerste Sabalenka und die US-Amerikanerin taten ihm den Gefallen: Erst nach 2:30 Stunden stand Baptistes Überraschungssieg nach drei Sätzen fest.

Sinner souverän, Teenager Jodar beeindruckt

Der italienische Weltranglistenerste Jannik Sinner zog durch ein 6:2, 7:5 gegen den Briten Cameron Norrie ebenfalls ins Viertelfinale ein. Dort wartet auf den Südtiroler ein hochinteressanter Gegner: Der erst 19-jährige Spanier Rafael Jodar setzte seinen Erfolgslauf mit einem 7:5, 6:0 gegen den Tschechen Vit Kopriva fort. Schon beim ATP-Turnier in Barcelona war Jodar bis ins Halbfinale gestürmt und dort erst am späteren Sieger Arthur Fils gescheitert. Tennis-Ikone Boris Becker schwärmte auf der Plattform X: „Was für ein Talent!!!“ Spanien habe „einen weiteren Diamanten“ im Tennis. Laut Datenanbietern haben beim Turnier in Madrid seit der Premiere 2002 erst drei Spanier als Teenager das Viertelfinale erreicht: der 22-malige Grand-Slam-Turniersieger Rafael Nadal und der aktuelle Weltranglistenzweite Carlos Alcaraz, der bei der diesjährigen Ausgabe verletzt fehlt.

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