Strafzölle von Trump bremsen schottischen Whisky-Export in die USA deutlich
Die von US-Präsident Donald Trump verhängten Strafzölle auf schottischen Whisky zeigen messbare Auswirkungen auf die Exportzahlen der traditionsreichen Destillen. Wie der Verband Scotch Whisky Association jetzt mitteilte, gingen die Exportwerte für die Vereinigten Staaten im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozent auf umgerechnet etwa 1,1 Milliarden Euro zurück. Dieser Rückgang verdeutlicht die wirtschaftlichen Folgen der handelspolitischen Maßnahmen.
Exporteinbruch während der Zollperiode
Besonders deutlich fiel der Einbruch in dem Zeitraum von Mai bis einschließlich Dezember 2025 aus, in dem Trumps Strafzölle in Höhe von zehn Prozent galten. In diesen acht Monaten sank der Exportwert um sieben Prozent, was auf eine direkte Reaktion der amerikanischen Verbraucher hindeutet. Die Branche bekräftigt ihre Forderung nach einer Rückkehr zum zollfreien Handel mit den USA, erklärte der Verband in einer aktuellen Stellungnahme. Diese politische Forderung unterstreicht die Dringlichkeit der Situation für die schottische Wirtschaft.
Globale Exportentwicklung und deutsche Märkte
Weltweit betrachtet gingen die schottischen Whisky-Exporte im Jahr 2025 im Wert lediglich um 0,6 Prozent zurück, was die besondere Betroffenheit des US-Marktes hervorhebt. Im Gegensatz dazu entwickelten sich andere Märkte positiv: Für den Export nach Deutschland stiegen die Werte um 4,6 Prozent auf 177 Millionen Pfund, was umgerechnet etwa 200 Millionen Euro entspricht. Diese Zahlen zeigen, dass die Nachfrage nach schottischem Whisky in Europa stabil bleibt, während die künstliche Verteuerung durch Zölle in den USA zu spürbaren Umsatzeinbußen führt.
Die schottische Whisky-Industrie, ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für die Region, sieht sich durch die handelspolitischen Entscheidungen unter Druck gesetzt. Experten befürchten langfristige Auswirkungen auf die Marktposition, wenn die Zölle nicht bald aufgehoben werden. Die Branche setzt sich intensiv für eine Lösung ein, um die historisch gewachsenen Handelsbeziehungen zu den USA wieder zu normalisieren und die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.



