Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) wird am Montag die Ölraffinerie PCK in Schwedt im Nordosten Brandenburgs besuchen. Gemeinsam mit Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) plant sie eine Werksbesichtigung und Gespräche mit der Geschäftsführung.
Hintergrund des Besuchs
Der Besuch steht im Zeichen aktueller Herausforderungen für die Raffinerie. Seit Mai hat Russland die Durchleitung von Pipeline-Öl aus Kasachstan an die PCK-Raffinerie gestoppt. Dies setzt das Werk unter erheblichen Druck, da es auf diese Lieferungen angewiesen ist.
Versorgungssicherheit
Die PCK-Raffinerie versorgt weite Teile Nordostdeutschlands und Berlins mit Kraftstoffen, Heizöl und Kerosin. Um die Auslastung der Anlage aufrechtzuerhalten, sucht das Unternehmen derzeit nach alternativen Bezugsquellen. Für den Mai kann der Ausfall des kasachischen Öls noch durch Reserven in Tanklagern abgefedert werden.
Fördermittel für synthetische Kraftstoffe
Ein weiterer Schwerpunkt des Besuchs ist die Übergabe eines Fördermittelbescheids für eine geplante Produktionsanlage für synthetische Flugzeugkraftstoffe. Die Unternehmen Enertrag und Zaffra wollen dieses Projekt im Industriepark der PCK-Raffinerie realisieren. Insgesamt sind dafür 350 Millionen Euro an Fördermitteln bewilligt worden. Auch das Land Brandenburg will sich beteiligen, wie bereits im Januar angekündigt wurde.
Die Bundeswirtschaftsministerin wird den Besuch nutzen, um sich ein Bild von der aktuellen Lage zu machen und die Bedeutung der Raffinerie für die regionale Wirtschaft zu unterstreichen.



