München – Der Autobauer BMW hat im ersten Quartal 2026 einen deutlichen Gewinnrückgang verzeichnet. Wie der Konzern am Mittwoch mitteilte, sank der Nettogewinn von Januar bis März auf rund 1,67 Milliarden Euro. Das entspricht einem Minus von 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Es ist das letzte Quartal unter der Führung von Vorstandschef Oliver Zipse, der den Konzern nach acht Jahren verlässt.
Umsatz und Absatz rückläufig
Der Umsatz ging im gleichen Zeitraum um knapp fünf Prozent auf 36,2 Milliarden Euro zurück. Auch die Verkaufszahlen entwickelten sich negativ: Weltweit wurden rund 530.000 Fahrzeuge der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce ausgeliefert, ein Rückgang von 6,3 Prozent. Besonders in China, dem wichtigsten Einzelmarkt, sanken die Verkäufe um 9,8 Prozent. In Europa und den USA fielen die Rückgänge mit 3,2 beziehungsweise 4,1 Prozent moderater aus.
Gründe für den Einbruch
Als Hauptursachen nannte das Unternehmen die schwache Nachfrage in China sowie hohe Investitionen in die Elektromobilität und die Digitalisierung. Zudem belasteten gestiegene Material- und Logistikkosten die Bilanz. Der operative Gewinn (EBIT) fiel mit 2,4 Milliarden Euro um 21 Prozent niedriger aus als im Vorjahr. Die operative Marge im Automobilgeschäft sank von 8,9 auf 7,1 Prozent.
Analysten zeigten sich enttäuscht. „BMW leidet unter der Konjunkturschwäche in China und dem intensiven Wettbewerb bei Elektroautos“, sagte Autoexperte Michael Schade von der Universität Duisburg-Essen. „Der Gewinnrückgang ist alarmierend, aber nicht überraschend.“
Ausblick und Führungswechsel
Für das Gesamtjahr 2026 erwartet BMW einen leichten Rückgang des Absatzes, aber eine stabile Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte. Der neue Vorstandsvorsitzende, der im Mai sein Amt antritt, wird die Strategie des Konzerns weiter vorantreiben. Der Fokus liegt auf der Elektrifizierung der Modellpalette und der Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit.
BMW-Aktien reagierten negativ auf die Nachrichten und verloren im frühen Handel rund drei Prozent. Die Anleger bleiben skeptisch, ob der Konzern die Herausforderungen meistern kann.
Dieser Artikel wurde auf Basis von Unternehmensmitteilungen und Analystenberichten erstellt.



