Der Lkw-Bauer Daimler Truck hat im ersten Quartal 2025 einen drastischen Gewinneinbruch verzeichnet. Wie der Dax-Konzern aus Leinfelden-Echterdingen mitteilte, sank das Konzernergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 749 Millionen Euro auf 149 Millionen Euro – ein Rückgang um 80 Prozent.
Hauptgrund für die schlechten Zahlen ist die Schwäche des wichtigen US-Marktes. In der Region Nordamerika, die lange Zeit die profitabelste war, verdiente Daimler Truck nur noch 209 Millionen Euro, ein Minus von 73 Prozent. Der Absatz fiel um 25 Prozent, der Umsatz um 29 Prozent. Analysten hatten bereits mit schwachen Ergebnissen gerechnet.
Das Unternehmen leidet unter den US-Einfuhrzöllen auf Fahrzeuge aus Mexiko, wo die US-Marke Freightliner produziert wird. Zudem herrscht eine Flaute im amerikanischen Logistiksektor, sodass Speditionen weniger Neufahrzeuge nachfragen. Positiv stimmt jedoch der Auftragseingang: In Nordamerika stieg er um 86 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal.
„Wir sind gut aufgestellt, um im weiteren Jahresverlauf trotz eines herausfordernden ersten Quartals weitere Verbesserungen zu erzielen“, sagte Daimler-Truck-Chefin Karin Rådström. Die Erholung der Auftragseingänge in den USA dürfte sich positiv auf die Geschäftsentwicklung auswirken.
Um wettbewerbsfähiger zu bleiben, hatte Daimler Truck bereits 2024 das Sparprogramm „Cost Down Europe“ gestartet. Bis 2030 sollen die laufenden Kosten in Europa um mehr als eine Milliarde Euro sinken. In Deutschland sind rund 5000 Stellenstreichungen geplant, vor allem bei der Lkw-Marke Mercedes-Benz. Auch in Nordamerika wird gespart.



