Der VfL Bochum hat im Abstiegskampf der 2. Bundesliga ein dickes Ausrufezeichen gesetzt und einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht. Der Pott-Klub gewann am Sonntag gegen die SpVgg Greuther Fürth mit 2:1 und sammelte damit drei entscheidende Punkte, während die Konkurrenz im Tabellenkeller bereits vorgelegt hatte. Besonders im Rampenlicht stand dabei Angreifer Philipp Hofmann, der mit einem Doppelpack zum Matchwinner avancierte und nach dem Abpfiff von den VfL-Fans als „Fußballgott“ gefeiert wurde.
Traumstart nach 53 Sekunden
Die Partie begann für die Bochumer wie aus dem Bilderbuch. Bereits nach 53 Sekunden nutzte Hofmann eine Flanke von Maxi Wittek, nachdem Philipp Ziereis weggerutscht war, und schob den Ball zur frühen Führung ins Netz. Es war bereits der zwölfte Saisontreffer des Torjägers, der zuvor beim 0:2 gegen Dresden schmerzlich vermisst worden war. Trotz des Traumstarts gelang es den Hausherren jedoch nicht, das frühe Tor nachhaltig zu nutzen. Auch die Gäste aus Fürth kamen zu guten Möglichkeiten: Noel Futkeu traf in der 27. Minute nur die Latte, und Branimir Hrgota verfehlte das VfL-Gehäuse in der 39. Minute knapp. Auf der anderen Seite vergab Koji Miyoshi in der 31. Minute die Chance auf das 2:0.
Hofmann per Kopf zum 2:0
Nach dem Seitenwechsel kam die Mannschaft von Trainer Uwe Rösler besser aus der Kabine und erhöhte den Druck. In der 56. Minute war es erneut Wittek, der bei einer Ecke Hofmann bediente, der per Kopf zum 2:0 einnickte. Nur zehn Minuten später schien Hofmann sogar sein drittes Tor erzielt zu haben, doch der VAR erkannte die Situation wegen Abseits nicht an. So blieb es bis zum Ende spannend. Futkeu hatte doppeltes Pech, als er in der 88. Minute den Pfosten traf, und auch die nächste Chance der Fürther wenige Sekunden später fand den Weg ins Tor. So zitterte sich der Pott-Klub am Ende zu einem knappen, aber verdienten Sieg.
Hofmann: Frühes Tor war der Schlüssel
Matchwinner Philipp Hofmann zeigte sich nach dem Spiel erleichtert: „Der Schlüssel zum Erfolg war das frühe Tor. Das hat uns gutgetan. Wir haben es dann auch ordentlich gemacht und bis auf ein, zwei Aktionen wenig zugelassen. Ich finde, das ist insgesamt ein verdienter Sieg.“ Trotz des komfortablen Sechs-Punkte-Vorsprungs auf die Abstiegszone will Trainer Uwe Rösler noch nicht vom Klassenerhalt sprechen: „Da können die Leute lachen, wie sie wollen. Wir sind weiterhin nicht durch. Ich bin lange genug im Fußball dabei.“ Tatsächlich könnte Bochum mit einem Sieg am kommenden Samstag in Bielefeld (13 Uhr, Sky) durch das Torverhältnis kaum noch auf einen Relegations- oder Abstiegsplatz fallen und das Thema endgültig abhaken.



