Der VfL Wolfsburg muss weiter um den Klassenerhalt in der Bundesliga bangen. Nach dem torlosen Unentschieden gegen Borussia Mönchengladbach bleibt das Team von Trainer Dieter Hecking auf dem vorletzten Tabellenplatz. Der Rückstand auf den Relegationsrang 16, den der FC St. Pauli innehat, beträgt einen Punkt. Am kommenden Sonntag reisen die Niedersachsen zum SC Freiburg. Um den Abstieg zu vermeiden, erhält Stürmer Dzenan Pejcinovic (21) Unterstützung von U21-Nationaltrainer Antonio Di Salvo (46).
Zuspruch vom Bundestrainer
„Er hat mir nach dem Union-Spiel (2:1, d. Red.) geschrieben und alles Beste gewünscht. Und dass wir die Liga halten“, verrät Pejcinovic auf Nachfrage. „Wir haben auch in der letzten Länderspielpause gesprochen. Er weiß, wie schwierig das ist, und hat mir gesagt, dass ich einfach der Mannschaft helfen und mich bemühen soll, der Mannschaft mit Toren weiterzuhelfen.“ Der Angreifer, der in dieser Saison in 27 Bundesliga-Spielen sieben Tore erzielte, zeigt sich dankbar für den Zuspruch.
Positive Signale trotz Abstiegsangst
Wie wertvoll das Unentschieden gegen die Gladbacher sein kann, wird sich erst in den kommenden Wochen zeigen. Immerhin blieben die Wölfe erstmals seit über drei Monaten zweimal in Folge ungeschlagen und erzielten erstmals seit Ende Oktober beim HSV (1:0) ein Spiel ohne Gegentreffer. „Wenn ich positive Dinge herausziehe: Wir haben nicht verloren und zu null gespielt. Der Punkt kann am letzten Spieltag entscheidend sein“, sagt Pejcinovic.
Eriksen als Mutmacher
Ein wichtiger Mutmacher für den Klassenerhalt ist Christian Eriksen (34). „Christian tut der Mannschaft aufgrund seiner Ausstrahlung und Erfahrung sehr, sehr gut“, lobt Trainer Hecking. „Ich glaube, er ist nicht der große Lautsprecher in seiner Karriere gewesen. Das muss er hier auch nicht. Aber wenn er etwas sagt, hat es Hand und Fuß.“ Der dänische Mittelfeldspieler bringt Ruhe und Übersicht ins Spiel der Wolfsburger.
Kein Aktionismus vor Freiburg
Auf die Frage, ob er aufgrund der langen Vorbereitungszeit auf die Freiburg-Partie ein Teamevent plane, um die letzten Prozente aus der Mannschaft herauszukitzeln, scherzt Hecking: „Wir fahren in den Europa-Park und dann Karussell, um den Kopf frei zu kriegen.“ Dann wird er ernst: „Die Mannschaft zieht hervorragend mit, sie wehrt sich und stellt sich dieser Aufgabe. Es ist ja nicht einfach. Ich glaube, dass uns diese Normalität guttut und wir klare Trainingsabläufe haben. Es stabilisiert sich immer besser. Wir müssen diesen strapaziösen Weg gehen.“ Heißt: Kein Aktionismus vor Freiburg. Der Trainer setzt auf Kontinuität und Vertrauen in die Mannschaft.



