BYD erleidet herben Gewinneinbruch durch Rabattschlacht in China
BYD mit Gewinneinbruch durch Rabattschlacht in China

Der chinesische Autobauer BYD hat angesichts des intensiven Wettbewerbs auf dem Heimatmarkt zum Jahresauftakt den stärksten Gewinneinbruch seit sechs Jahren hinnehmen müssen. Mit 4,1 Milliarden Yuan (umgerechnet rund 510 Millionen Euro) verdiente der weltweit größte Elektroautohersteller 55,4 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Dies geht aus Börsenunterlagen vom Dienstag hervor. Der Rückgang fiel damit noch deutlicher aus als im vierten Quartal 2025.

Umsatzrückgang und Preiskrieg

Der Umsatz schrumpfte von Januar bis März um 11,8 Prozent auf 150,2 Milliarden Yuan. BYD leidet in China unter der zunehmenden Konkurrenz durch heimische Rivalen wie Geely oder Leapmotor. Auf dem Markt für Elektroautos tobt in der Volksrepublik seit Jahren ein heftiger Preiskrieg, der auf den Margen der Unternehmen lastet. Erschwert wurde die Lage durch den Wegfall von Förderprogrammen für Elektroautos, was den Fahrzeugabsatz in China zu Jahresbeginn einbrechen ließ.

BYD als globaler Spitzenreiter

BYD war 2025 mit 4,6 Millionen verkauften Autos weltweit der fünftgrößte Autokonzern und zudem der erfolgreichste Elektroautohersteller: Das Unternehmen verkaufte rund 2,26 Millionen reine Batterieelektrofahrzeuge und überholte damit Tesla (1,63 Millionen Einheiten) als globalen Spitzenreiter.

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Exporte als Ausweg

Wie andere chinesische Autobauer versucht auch BYD, die Schwäche auf dem Heimatmarkt durch höhere Exporte wettzumachen. Vincent Sun, Analyst beim Finanzdienstleister Morningstar, sagt für das laufende Jahr ein Exportplus von 25 bis 30 Prozent voraus. Das Unternehmen selbst setzte sich zum Ziel, 1,5 Millionen Fahrzeuge im Ausland zu verkaufen, was einem Anstieg um 40 Prozent im Vergleich zu 2025 entspräche.

Die EU plant, die E-Auto-Förderung an die Produktion der Teile in Europa zu knüpfen. Die Vizechefin des größten chinesischen Autokonzerns lehnt dies ab und hat eine klare Botschaft an die Politik. Mehr zur geplanten EU-Quote lesen Sie hier.

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