Die Vizechefin des weltgrößten Elektroautoherstellers BYD, Stella Li, hat die geplante EU-Quote für E-Autos als „verrückte Regulierung“ bezeichnet. Die Europäische Union erwägt, die Förderung von Elektrofahrzeugen künftig daran zu knüpfen, dass wesentliche Teile der Fahrzeuge in Europa produziert werden. Dies würde chinesische Hersteller wie BYD massiv benachteiligen.
Klare Botschaft an die Politik
Li richtete eine deutliche Botschaft an die europäischen Entscheidungsträger: „Solche Regulierungen sind kontraproduktiv und schaden letztlich den Verbrauchern. Wir sind bereit, in Europa zu investieren und Arbeitsplätze zu schaffen, aber nicht unter diesen Bedingungen.“ BYD habe im vergangenen Jahr 4,6 Millionen Fahrzeuge verkauft und sei damit der fünftgrößte Autokonzern der Welt. Das Unternehmen wolle seinen Marktanteil in Europa weiter ausbauen, brauche dafür aber faire Wettbewerbsbedingungen.
Hintergrund der EU-Pläne
Die EU-Kommission hatte zuletzt Vorschläge vorgelegt, die die Förderung von E-Autos an lokale Produktionsauflagen knüpfen. Ziel ist es, die europäische Industrie zu stärken und Abhängigkeiten von China zu reduzieren. Kritiker sehen darin jedoch protektionistische Tendenzen, die den Wettbewerb einschränken und die Preise für Verbraucher in die Höhe treiben könnten.
Li betonte, dass BYD bereits Werke in Ungarn und anderen EU-Staaten plane. „Wir sind keine Bedrohung, sondern ein Partner. Die EU sollte auf Kooperation setzen, nicht auf Abschottung.“ Die endgültige Entscheidung über die Quote wird in den kommenden Monaten erwartet.



