Vor einem Jahr stand Junior Dina Ebimbe bei Eintracht Frankfurt vor dem Aus. Der Mittelfeldspieler trainierte nicht mehr mit den Profis und war außen vor. Heute blüht er bei seinem Leihverein Stade Brest in Frankreich auf, trifft regelmäßig und spricht offen über seine schwierige Phase. Im Interview mit SPORT BILD gewährt der 24-Jährige tiefe Einblicke in seine Krise und erklärt, wie falsche Freunde, eigene Fehler und fehlende Professionalität seine Karriere gefährdeten.
Die Krise bei Eintracht Frankfurt
Ebimbe war im Sommer 2022 von Paris Saint-Germain zu Eintracht Frankfurt gewechselt. Nach einer vielversprechenden ersten Saison geriet er in der folgenden Spielzeit in eine schwere Krise. „Ich hatte Angst um meine Karriere“, gesteht er. „Ich habe Fehler gemacht, mich von falschen Menschen beeinflussen lassen und meine Professionalität vernachlässigt.“ Die Folge: Er verlor seinen Platz im Team und trainierte zeitweise nicht mehr mit den Profis.
Der Neuanfang in Brest
Im Sommer 2024 wechselte Ebimbe auf Leihbasis zu Stade Brest. Dort fand er zu alter Stärke zurück. „Ich fühle mich wie ein völlig neuer Mensch“, sagt er. „Ich habe mein Umfeld radikal verändert, mich auf das Wesentliche konzentriert und gelernt, was es bedeutet, Profi zu sein.“ In Brest ist er Stammspieler und hat bereits mehrere Tore erzielt. Der Verein kämpft um einen Platz in der Europa League.
Lehren aus der Krise
Ebimbe reflektiert seine Fehler offen: „Ich habe zu viel auf falsche Freunde gehört und mich ablenken lassen. Heute weiß ich, dass ich nur auf mich und meine Familie vertrauen kann.“ Er betont, wie wichtig Disziplin und harte Arbeit sind. „Ich bin dankbar für diese Erfahrung. Sie hat mich stärker gemacht.“
Über eine mögliche Rückkehr nach Frankfurt möchte er noch nicht sprechen: „Ich konzentriere mich auf die Gegenwart. Was in der Zukunft passiert, wird man sehen.“ Klar ist: Der Ebimbe von heute ist ein anderer als der von vor einem Jahr. Sein Geständnis zeigt, wie schnell eine Karriere kippen kann – und wie man sich wieder aufrichten kann.



