Jetzt geht es wieder los auf den Feldern! Seit Dienstag sind mehr als 1000 Erntehelfer bei Karls Erdbeerhof im Einsatz. Die Erdbeer-Saison hat offiziell begonnen. Doch bis die ersten süßen Früchte in den Regalen liegen, müssen sich Fans noch gedulden: Der großflächige Verkaufsstart ist in etwa 10 bis 14 Tagen geplant.
Herausforderungen durch Frost und Wetter
Die vergangenen Wochen waren anspruchsvoll: Gleich viermal mussten die 319 Hektar großen Felder mit Vlies abgedeckt werden, um Blüten und Früchte vor Frost zu schützen. Und diese Maßnahmen könnten fortgesetzt werden. Karls-Chef Robert Dahl (54) rechnet damit, dass in den nächsten Tagen erneut Abdeckungen nötig sein werden. Gleichzeitig treibt die Sonne die Reifung der Erdbeeren voran.
Mini-Ernte zum Auftakt
Zum Start der Ernte fällt die Menge noch gering aus: Gerade einmal 60 Kisten (120 Kilo) werden am ersten Tag gepflückt. Diese reichen zunächst nur für den Stand im Erlebnis-Dorf Rövershagen. Doch die Produktion steigt schnell: Schon wenige Tage später könnten es 600 Kisten sein. Für das Vermarktungsteam beginnt nun die stressigste Zeit des Jahres. Dahl bezeichnet diese Phase gegenüber BILD als einen „Höllenritt“.
Verkaufsstände stehen bereit
Drei Verkaufsstände sind bereits eingerichtet: am Karls Erlebnis-Dorf in Döbeln an der A14, auf dem Obermarkt und an der Einfahrt zu Kaufland. Der Verkauf startet jedoch erst, wenn genügend reife Erdbeeren vorhanden sind.
Preise bleiben stabil trotz steigender Kosten
Eine gute Nachricht für Kunden: Die Preise bleiben stabil. Obwohl Karls mit höheren Kosten kämpft – Mindestlohn plus 8,8 Prozent, hohe Spritpreise, insgesamt rund 1,6 Millionen Euro Mehrbelastung – möchte Erdbeer-Chef Robert Dahl die Preise nicht erhöhen. „Wir wollen die Preise nicht erhöhen, weil den Menschen gerade sowieso schon sehr viel zugemutet wird“, sagt er zu BILD.
Stattdessen wird intern gespart, etwa bei Logistik und Abläufen. Das Unternehmen hat kürzlich eine neue Software für die Logistik angeschafft. Zudem hat Dahl alle Fahrer angewiesen, auf der Autobahn nicht schneller als 110 km/h zu fahren, um Diesel zu sparen. Diese Vorgabe wird auch kontrolliert.
Preise zum Saisonstart
Zu Beginn der Saison gibt es kleine Schälchen mit 250 Gramm für 3,30 Euro. Später folgen größere Packungen. In der Hochsaison soll der Kilopreis auf bis zu 8,90 Euro sinken.



