Fed trotzt Trump: Leitzins bleibt unverändert bei 4,25 bis 4,50 Prozent
Fed trotzt Trump: Leitzins bleibt unverändert bei 4,25 bis 4,50 Prozent

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat den Leitzins trotz anhaltender Kritik von Präsident Donald Trump unverändert gelassen. Wie die Währungshüter am Abend nach ihrer turnusmäßigen Zinssitzung mitteilten, bleibt der Leitzins in der Spanne von 4,25 bis 4,50 Prozent. Es ist das vierte Mal in Folge, dass sich die Fed den Forderungen Trumps widersetzt, der wiederholt eine rasche Senkung der Kreditkosten gefordert hatte.

Trump hatte die Notenbank und ihren Chef Jerome Powell zuletzt scharf attackiert. Nur wenige Stunden vor dem Zinsentscheid bezeichnete er Powell als „dummen Menschen“ und sinnierte darüber, ob er sich nicht selbst zum Chef der US-Notenbank ernennen sollte. „Wir haben keine Inflation, wir haben nur Erfolg, und ich würde gerne sehen, dass die Zinsen sinken“, bekräftigte Trump. Er hatte sogar einen großen Zinsschritt von einem Prozentpunkt gefordert.

Die jüngsten Konjunkturdaten deuten auf eine Abkühlung der US-Wirtschaft hin. Die Inflationsrate lag im Mai bei 2,4 Prozent und damit niedriger als erwartet. Die Fed rechnet nun für dieses Jahr mit einer höheren Inflationsrate von 3,0 Prozent, während sie ihre Wachstumsprognose von 1,7 auf 1,4 Prozent senkte. Die Unsicherheit über den Ausblick bleibe hoch, erklärte die Notenbank.

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Trotz der schwächeren Konjunkturdaten beließ die Fed den Leitzins auf dem seit Dezember 2024 geltenden Niveau. Die Währungshüter erwarten mehrheitlich zwei Zinssenkungen noch in diesem Jahr. An den Finanzmärkten wurde diese Nachricht zunächst mit Erleichterung aufgenommen; eine erste Zinssenkung wird für September erwartet.

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