Eine Havarie auf hoher See: Die Fähre „Funny Girl“ mit rund 60 Passagieren an Bord trieb am Abend manövrierunfähig vor der Insel Helgoland. Gegen 22.30 Uhr erreichte das Schiff schließlich den Hafen von Cuxhaven, wie ein Sprecher der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) der dpa mitteilte.
Motorausfall fünf Kilometer vor Helgoland
Der technische Defekt ereignete sich etwa fünf Kilometer vor der Nordseeinsel. Der Motor fiel aus, und die Fähre war nicht mehr steuerbar. Eine Polizeisprecherin bestätigte den Vorfall. Der Seenotrettungskreuzer „Herrmann Marwede“ der DGzRS machte sich sofort auf den Weg, um die „Funny Girl“ nach Helgoland zu schleppen. Allerdings war ein Anlegen dort nicht möglich, wie die Polizei mitteilte.
Schleppaktion nach Cuxhaven
Daraufhin wurde entschieden, das Schiff mitsamt aller Passagiere nach Cuxhaven zu schleppen. Zwei Schlepper waren im Einsatz. Die Rettungsaktion wurde durch Westwind mit Geschwindigkeiten von rund 60 Kilometern pro Stunde erschwert. Die „Funny Girl“ war am Morgen in Büsum gestartet – wie jeden Tag seit Anfang April. Normalerweise dauert die Fahrt zu Deutschlands einziger Hochseeinsel je nach Wetter und Strömung etwa zweieinhalb Stunden.
Reederei organisiert Rückreise
In Cuxhaven soll die Fähre der Reederei Adler & Eils einer technischen Untersuchung unterzogen werden, um die Ursache des Defekts zu ermitteln. Für die Fahrgäste wurde die Weiter- oder Rückreise organisiert. Auch für die auf Helgoland wartenden Passagiere wurden Ersatzlösungen eingerichtet. Die Fährfahrten zwischen Helgoland und Büsum wurden für Sonntag und Montag zunächst abgesagt. Wann der Betrieb wieder aufgenommen wird, steht noch nicht fest.



